30.03.2011
FLUG REVUE

Luftwaffe erhält neue Luftraumüberwachungszentrale

In Erndtebrück wird jetzt das neuen Führungswaffeneinsatzsystems GIADS III und des Kommunikationssystems KOFA VoIP eingesetzt.

Erndtebrück 2011

Die Luftwaffe hat in Endtebrück ihr modernisiertes CRC in Betrieb genommen (Foto: Luftwaffe/Bicker).  

 

Bei der offiziellen Übergabe gestern konnten die Gäste live mitverfolgen, wie das CRC Erndtebrück (Control and Reporting Centre / Luftverteidigungsgefechtsstand) in den Einsatzauftrag der integrierten NATO-Luftverteidigung zurückgemeldet wurde. Als Übungsszenario diente der Einsatz einer Alarmrotte, bestehend aus zwei Jagdflugzeugen, die sich unter der Führung des CRC einem unbekannten Luftfahrzeug näherten.

Das Luftraumüberwachungssystem GIADS III (German Improved Air Defence System III, Weiterentwickeltes Luftverteidigungssystem) dient der militärischen Überwachung des Luftraumes über der Bundesrepublik Deutschland. Dazu werden die von militärischen und zivilen Radargeräten gelieferten Informationen über Flugobjekte aufbereitet und auf Sichtgeräten (Monitoren) dargestellt. Alle erfassten Objekte werden unter Einbeziehung der zivilen Flugsicherungsdaten identifiziert und ergeben damit eine ständige, aktuelle Luftlage. Das neue System trägt somit maßgeblich zur Sicherheit im Deutschen Luftraum bei.

Bereits 2008 erhielten die Firmen EADS Defence & Security sowie die Frequentis Nachrichtentechnik GmbH über ihr Konsortium „KOFA – GIADS“ vom IT-Amt der Bundeswehr den Auftrag, zwei Gefechtsstände für den Einsatzführungsdienst der Luftwaffe zu liefern. Die Fortentwicklung der modernen GIADS-Technologie durch EADS führt zu einer Effizienz- und Leistungssteigerung, da nunmehr der deutsche Luftraum mit nur drei Einsatzführungsbereichen (Erndtebrück, Meßstetten und Schönewalde) kontrollierbar ist.

Darüber hinaus führt GIADS III zu einer Verdopplung der bisher unterstützten Radarschnittstellen, zur Teilautomatisierung, zu einer umfangreichen Erweiterung der Funktionen für das Meldewesen und somit zu einer wesentlichen Arbeitserleichterung des Personals.

Durch die Realisierung von Schnittstellen zu Führungs- und Informationssystemen der Bundeswehr wird das „Kartenmanagement“ zusätzlich wesentlich erweitert. Im Rahmen der integrierten NATO Luftverteidigung findet ein Austausch der Luftlage mit Nachbargefechtsständen statt. Das Luftlagebild sowie einsatzrelevante Informationen können anderen Dienststellen und Gefechtsständen zeitnah zur Verfügung gestellt werden.



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