25.06.2013
FLUG REVUE

Luftwaffe mit schlankerer Kommandostruktur

Die Luftwaffe hat die dringend notwendige Verkleinerung ihrer Kommandostrukturen mit der Neuaufstellung der zweiten Kommandoebene vollzogen.

Müllner Luftwaffe Appell

Generalleutnant Karl Müllner muss als Inspekteur der Luftwaffe umfangreiche Umstrukturierungen umsetzten (Foto: Luftwaffe/I. Bicker).  

 

Der zentrale Appell fand in der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn statt. „Diese Neuausrichtung ist der richtige Weg in die Zukunft der Luftwaffe", so Generalleutnant Karl Müllner, Inspekteur der Luftwaffe.

Dem Kommando Luftwaffe, als oberstes Organ der Teilstreitkraft, sind in der zweiten Kommandoebene nun drei tragende Säulen untergeordnet: das Kommando Unterstützungsverbände der Luftwaffe, das Kommando Einsatzverbände der Luftwaffe und das Zentrum Luftoperationen. Die bisherigen Luftwaffendivisionen entfallen.

Im Kommando Unterstützungsverbände werden die Aufgaben der früheren Kommandobehörden Luftwaffenamt, Luftwaffenausbildungskommando und Waffensystemkommando zusammengefasst. Hier wird die Betriebs- und Versorgungsverantwortung gebündelt. Neben querschnittlichen Unterstützungsleistungen für die Luftwaffe werden hier luftwaffenspezifische allgemeinmilitärische Aus- und Weiterbildungen koordiniert.

Das Kommando Einsatzverbände der Luftwaffe geht aus dem bisherigen Luftwaffenführungskommando hervor. Es führt alle Einsatzverbände unmittelbar und ist darüber hinaus auch für deren Weiterentwicklung zuständig. Das Fähigkeitskommando vereint Fachexpertise und Verantwortung für die unterstellten Verbände und ist in den beiden Fähigkeitsbereichen “Luft“ und “Boden“ organisiert.

Im Zentrum Luftoperationen fließen die einsatzbezogenen Führungsaufgaben von Luftstreitkräften zusammen. Dadurch besitzt die Luftwaffe die Fähigkeit zur Führung von Luftstreitkräften für den Einsatz- und Übungsflugbetrieb in Deutschland sowie im Auslandseinsatz. Es leistet einen Beitrag zur Gestellung von NATO Streitkräftestrukturen und hält diese Fähigkeit durch Aus- und Weiterbildungen selbstständig aufrecht. Mit der Aufstellung des Zentrum Luftoperationen am Standort Kalkar/ Uedem werden Synergien aus der Zusammenarbeit mit ebenfalls dort stationierten NATO Einrichtungen genutzt.

„Noch stärker einsatzorientiert und auf die Kernfähigkeiten konzentriert werden in den neuen Fähigkeitskommandos und ihren Fähigkeitsbereichen Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortungen gebündelt und ermöglichen es den jeweiligen Kommandeuren ihren Bereich „aus einer Hand“ zu führen", so brachte der Inspekteur die Vorzüge des neuen “Status quo" auf den Punkt.



Weitere interessante Inhalte
Schon über 400 Flugzeuge im Einsatz Eurofighter: Auslieferungs-Meilensteine

11.04.2017 - Der Eurofighter wird von den Partnerfirmen an den Standorten Getafe (Spanien), Manching (Deutschland), Warton (Großbritannien), und Turin (Italien) endmontiert. … weiter

Luftwaffe Tornados erhalten neuen EloKa-Behälter von Saab

11.04.2017 - Für die Tornados der Luftwaffe wurden 29 neue BOZ-101 EC bei Saab bestellt. … weiter

Luftwaffe Flugbereitschaft – Die Flugzeuge

10.04.2017 - VIP-Flüge, Transporteinsätze und Luftbetankung – die Aufgaben der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums sind vielfältig. Nach einem Modernisierungsprogramm zu Beginn des Jahrzehnts sind nun … weiter

Taktisches Luftwaffengeschwader 33 Deutsche Tornados üben in Südafrika

21.03.2017 - Vier Tornados der Luftwaffe aus Büchel haben für die Übung „Two Oceans“ auf die Overberg Air Base verlegt. … weiter

Ersatzteilversorgung bis 2030 gesichert Bundeswehr lässt 26 CH-53 GS umrüsten

27.02.2017 - Die Bundeswehr lässt bei Airbus Helicopters 26 schwere Transporthubschrauber auf zukunftssichere Ersatzteile und Bauteile umrüsten, die ihren Betrieb mindestens bis zum Jahr 2030 ermöglichen. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 05/2017

FLUG REVUE
05/2017
10.04.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


Boeing 737 wird 50
Boeing 787-10 fliegt
Rafale in Jordanien
DC-3 in Kolumbien
Flughafen Paris Charles de Gaulle
Triebwerksforschung

aerokurier iPad-App