17.11.2011
FLUG REVUE

Luftwaffe testet Identifikationssystem bei Bold Quest 2011

Bei der multinationalen Übung auf dem amerikanischen Truppenübungsplatz „Camp Atterbury" hatte eine Transall das CIGAR-System an Bord.

Bold Quest 2011

Zwei Transall der Luftwaffe waren bei Bold Quest 2011 in den USA mit dabei (Foto: Luftwaffe).  

 

CIGAR (Combat Identification German Automated Request Response Relay – CIGAR) ist ein Server, auf dem alle für eine Identifizierung von Kampfteilnehmern verfügbaren Informationen zusammenlaufen.

Diese kamen bei Bold Quest 2011 vor allem von der „Dismounted Soldier Identification Device" (DSID) der Firma Rheinmetall und dem Erkennungssystem „Reverse Identification Friend/Foe“ (Reverse IFF). Bei der Technologie Reverse IFF handelt es sich um ein Abfragesystem, bei dem Luftfahrzeuge mit einem modifizierten, bordeigenen Transponder den Standort eigener Kräfte am Boden ermitteln können, sofern diese ebenfalls über einen entsprechendes Gerät verfügen.

Ein CIGAR und ein Transponder Reverse IFF waren in eine von der Gruppe Taktik, Technik und Verfahren der Lw (TTV-OrgLw) umgerüstete C-160 Transall eingebaut worden. Mit der ebenfalls integrierten „Interface Computer Unit (ICU)“, einem System zur digitalen Übertragung von Daten zwischen Fliegerleitoffizier und Waffensystemoffizier, simulierte die C-160 das Waffensystem Tornado in der Luftnahunterstützungs-Rolle (Close Air Support/CAS).

Durch die Integration von CIGAR und Reverse IFF in dieses System konnte innerhalb kürzester Zeit die Anwesenheit von eigenen, respektive verbündeten Soldaten im Zielgebiet erfasst werden.

Aus Deutschland nahmen 46 Soldaten und zivile Mitarbeiter der Luftwaffe sowie anderer Bundeswehr- und NATO-Behörden an Bold Quest 2011 teil. An technischem Gerät verlegte die Luftwaffe unter anderem zwei C-160 Transall.



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