19.08.2014
FLUG REVUE

Weniger Piloten, weniger FlugstundenÖsterreich spart bei Luftraumüberwachung

Das österreichische Bundesheer muss sparen. Eine Maßnahme ist die Reduzierung der Bereitschaftszeiten für die Piloten von Eurofighter und Saab 105.

Eurofighter Österreich 2009

Österreich reduziert die extrem teuren Flugstunden seiner 15 Eurofighter auf 1070 pro Jahr (Foto: Bundesheer/Zinner).  

 

Konkret geht man weg von einem starren System (Dienstbetrieb von Montag bis Sonntag von 8.00 Uhr bis zum Einbruch der Abenddämmerung gegen 20.00 Uhr) hin zu flexiblen Einsatzzeiten. Die Dienstpläne werden künftig von den Flugbewegungen im österreichischen Luftraum beziehungsweise von anderen Indikatoren abhängig sein, so Generalleutnant Karl Schmidseder, Leiter der Einsatzsektion im Verteidigungsministerium, am Dienstag vor der Presse in Wien.

Im Schnitt soll die Einsatzbereitschaft von zwölf auf elf Stunden pro Tag sinken. Nach weiteren Angaben des Bundesheeres werden die Flugstunden der 15 Eurofighter von 1300 auf 1070 pro Jahr reduziert. Nur noch elf Piloten (plus einer in Ausbildung) werden auf dem Typ einsatzfähig gehalten. Die 22 Saab 105 fliegen nur noch 1200 Stunden pro Jahr.

Die Maßnahmen, die Einsparungen von etwa fünf Millionen Euro pro Jahr bringen sollen, greifen ab 1. September. Sie basieren auf Analysen der Luftraumverletzungen und COMLOSS-Vorfälle (keine Funkverbindung) die ergaben, dass Luftraumverletzungen nach Tages- und Jahreszeiten stark schwanken. „Wir haben ein Verfahren durchgeplant, mit dem wir die Erfordernisse weiterhin abdecken können … ", sagte Generalleutnant Schmidseder. Nicht beschnitten wird die 24-Stunden-Radarüberwachung des Luftraums mit dem System „Goldhaube“.



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