22.09.2009
FLUG REVUE

RecceLite für Tornados der Luftwaffe

Mit dem RecceLite-Behälter aus Israel führt die Luftwaffe endlich ein digitales Aufklärungssystem ein, das die Bildübertragung per Datenlink ermöglicht. Der Einsatz in Mazar e Sharif soll „in naher Zukunft“ beginnen.

RecceLite für Tornados der Luftwaffe

Für die Tornados des AG 51 hat die Luftwaffe zwei RecceLite-Aufklärungsbehälter beschafft (Foto: Luftwaffe/Bärwald)  

 

Die Tornado Crews und die Luftbildauswertestaffel des Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“ (AG 51 „I“) trainieren seit mehreren Wochen mit dem im Eilverfahhren für den Einsatz in Afghanistan neu beschafften Aufklärungssystem. Es soll eine deutlich höhere Qualität der Aufklärungsergebnisse und eine verbesserte Auswertemöglichkeit bieten.

Laut Luftwaffe liefert RecceLite bei hohen Geschwindigkeiten und voller Manövrierfähigkeit des Tornados hoch aufgelöstes digitales Bildmaterial bei Tage und Nacht mit Hilfe von Infrarot- und optischen Sensoren aus niedrigen und mittleren Höhen zu sammeln.

Die bei anderen Luftstreitkräften längst übliche Möglichkeit der Übermittlung der Aufklärungsergebnisse in nahezu Echtzeit während des Fluges an die Bodenauswertungsstation, der „Ground Exploitation Station“ (GES), tragen zu einem Lagebild mit einem hohen Aktualitätsgrad bei.

Das gesamte RecceLite System besteht aus dem eigentlichen Bordbehälter, der digitalen Breitband-Datenübertragungsverbindung und der Bodenauswertungsstation mit jeweils vier Auswerteplätzen. Es wurden zwei Systeme beschafft, also jeweils zwei RecceLite pods, eine Datenübertragungsstation und eine Auswertestation. Das entspricht einer operationellen Anfangsbefähigung - zwei Aufklärungsbehälter für je zwei Aufklärungsmissionen pro Tag. Die Nassfilm-Technik wird weiterhin komplementär betrieben.



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