14.11.2016
FLUG REVUE

Schweizer Konzern betreut RAAF-Top-FighterRUAG wartet australische F-35-Komponenten

RUAG Australia, eine Tochter der Schweizer RUAG, hat einen Auftrag der australischen Luftwaffe für die Komponentenversorgung der australischen Lockheed F-35 Joint Strike Fighter gewonnen.

RUAG Australia betreut australische F-35-Komponenten

Die Schweizer RUAG betreut über ihre australische Tochter RUAG Australia F-35-Komponenten der königlich australischen Luftwaffe RAAF. Foto und Copyright: RUAG  

 

Ab 2025 fungiere RUAG Australia in der Pazifikregion als Hauptverantwortlicher für Wartung, Reparatur und Überholung (MRO) von Joint Strike Fighter-Komponenten in vier Reparaturtechnologie-Gruppen, den sogenannten Repair Technology Groups (RTG), teilte RUAG mit. Darunter seien die Bereiche: Ventile (RTG F), Notstromaggregate (RTG G), Fahrwerkkomponenten (RTG L) sowie Hydraulik, Pneumatik, Pneudraulik und Hydromechanik (RTG H).

Der Auftrag an RUAG Australia sei das Ergebnis einer drei Jahre dauernden Zusammenarbeit von RUAG-Australia mit internationalen Originalherstellern von F-35-Komponenten wie Honeywell, UTC Aerospace Systems, Eaton, Moog, Parker sowie australischen Industriepartnern und -zulieferern wie TAE und H.I. Fraser. RUAG Australia lobte außerdem die Unterstützung der australischen Industrie durch die Joint Strike Fighter Division der Australian Defence Force und das Engagement von Australiens Verteidigungsminister HON Christopher Pyne für australische Unternehmen.

"Dass wir diesen Auftrag erhalten haben, belegt die Fähigkeiten unserer qualifizierten Mitarbeitenden und unseren guten Ruf als verlässlicher Dienstleister, den wir uns als langjähriger Partner militärischer Kunden erarbeitet haben", sagte John Teager, Managing Director von RUAG Australia. "Der Joint Strike Fighter wird für viele Jahre die Grundlage der Royal Australian Air Force (RAAF) bilden und auch bei anderen nationalen Luftstreitkräften eine tragende Rolle spielen. RUAG Australia setzt alles daran, ein erfolgreiches und geschätztes Mitglied des globalen Supportteams zu sein, das für diesen Flugzeugtyp zuständig ist. Darüber hinaus werden wir auch in Zukunft alles daran setzen, gemeinsam mit unseren Partnern bei weiteren Wartungsaufträgen für den Joint Strike Fighter den Zuschlag zu erhalten", so Teager weiter.

RUAG Australia ist bereits seit der in 2003 begonnenen Konstruktions- und Entwicklungsphase für die Fertigung von Hydraulikkomponenten der Lockheed F-35 zuständig. RUAG Australia, mit Sitz in Melbourne, betreibt insgesamt fünf Standorte in Australien: zwei in Victoria, einen in Südaustralien sowie zwei, die direkt in die RAAF-Luftwaffenstützpunkte in Amberley und Williamtown integriert sind. Diese Standorte werden künftig ihren Beitrag zu den Wartungs- und Reparaturdienstleistungen für das Joint Strike Fighter-Programm leisten. RUAG Australia ist die australische Tochter des in der Schweiz beheimateten RUAG Konzerns und stellt ein Kernelement von RUAG Aviation International dar. RUAG etablierte sich in Australien durch die Übernahme des australischen Unternehmens Rosebank Engineering Ende 2012.

Zu den Kernkompetenzen des Unternehmens zählen: Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten, Upgrades sowie die Entwicklung, Herstellung und Integration von Subsystemen für Flugzeuge und Helikopter – und dies über deren gesamte Lebensdauer. RUAG Aviation ist zudem Service Center für OEM’s wie Airbus Helicopters, Bell, Bombardier, Cirrus, Cessna, Diamond, Dassault Aviation, Embraer, Leonardo-Finmeccanica (AgustaWestland), Piaggio, Sikorsky, Pilatus, Piper, Mooney und Service Centre für 328 Support Services, Hawker Beechcraft, Viking sowie MD Helicopters und ist auch Partner der Schweizer Armee und weiterer internationaler Luftstreitkräfte. 

Ausserdem ist RUAG Hersteller (OEM) der Dornier 228. RUAG Aviation ist ein Entwicklungsbetrieb nach EASA Part 21/J, ein Herstellungsbetrieb nach EASA Part 21/G und ein Instandhaltungsbetrieb nach EASA Part 145.



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