20.10.2014
FLUG REVUE

U-Boot-Jagd vor StockholmSchweden richtet Flugverbotszone ein

Die schwedischen Streitkräfte haben am Montag nahe Stockholm ein örtliches Sperrgebiet für alle zivilen Flüge eingerichtet. Grund ist die Suche nach einem unbekannten Unterwasserfahrzeug.

Saab JAS 39 Gripen 2

Die schwedischen Streitkräfte, darunter die Luftwaffe, sind an der Suche nach dem möglichen Unterwasserfahrzeug vor Stockholm beteiligt. Foto und Copyright: SAAB  

 

Der am Montagmittag eingerichtete Flugsperrbereich betreffe ein Gebiet im Zehn-Kilometer-Umkreis um das Kriegsschiff HMS Visby, in den Schären vor Stockholm, meldete die schwedische Zeitung "Expressen" am Montag. Dort wird nach schwedischen Medienberichten seit dem Wochenende ein unbekanntes Unterwasserfahrzeug gejagt, nachdem von dort aus zweimal chiffrierte, russische Funksprüche in Richtung Königsberg abgestrahlt wurden. Es könnte sich um die Hilferufe eines fremden Unterwasserfahrzeugs gehandelt haben.

Das schwedische Verteidigungsministerium erklärte nur allgemein, man könne weder bestätigen, noch dementieren, dass es sich dabei um ein russisches Mini-U-Boot handele. Man führe eine Aufklärungsoperation in der Umgebung von Stockholm durch, an der Heer, Marine und Luftwaffe beteiligt seien, sagte Ministeriumssprecher Erik Lagersten. Es gehe dabei um die Bestätigung fremder Unterwasseraktivitäten in dem betreffenden Gebiet. Aus taktischen Gründen werde man keine weiteren Details der Vorgehensweise bekannt machen. Es soll sich um die Gebiete Kanholmfjärden, Nämdöfjärden und Jungfrufjärden handeln.

Möglicherweise stehen auch die Aktivitäten eines liberianisch registrierten, russischen Tankers, der "NS Concord", vor der schwedischen Küste im Zusammenhang mit dem Unterwasserfahrzeug. Der Tanker, er soll mittlerweile von einem schwedischen U-Boot beschattet werden, driftet im Seegebiet vor der schwedischen Küste. Laut Angaben der Reederei SCF Group wartet er dort auf den nächsten Transportauftrag. Außerdem machte sich das russische Spezialschiff "Professor Logachev" aus St. Petersburg auf den Weg in Richtung schwedische Küste. Das Schiff will aber angeblich nach Palma weiterfahren.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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