07.12.2015
FLUG REVUE

Nachtflugkampagne „Nightway“Schweizer F/A-18 trainieren in Ørland

Zum 18. Mal hat die Schweizer Luftwaffe in Norwegen ihre Nachtflugkampagne Nightway durchgeführt. In 19 Flugnächten standen das Training erfahrener und die Ausbildung junger Piloten für den Luftpolizeidienst im Zentrum.

F/A-18 Schweiz in Norwegen Nachtflug 2015

Die Schweizer Luftwaffe verlegt regelmäßig für das Nachtflugtraining nach Norwegen (Foto: Schweizer Luftwaffe).  

 

In diesem Jahr waren vom 9. November bis zum 4. Dezember bis zu acht Boeing F/A-18 Hornet in Ørland. Dabei absolvierte die Schweizer Luftwaffe rund die Hälfte der für die Ausbildung jährlich benötigten Nachtflüge. Geflogen wurde mit Ausnahme der Wochenenden täglich von 16 bis 23.30 Uhr in drei Wellen. In der Schweiz sind aus Lärmschutzgründen Nachtflüge nur im Winterhalbjahr möglich – und zwar einmal pro Woche.

In den ersten zwei Wochen konnten in Norwegen 16-20 erfahrenere Piloten Nachtflüge und -manöver trainieren. Diese Piloten fliegen auch mit Nachtsichtgeräten. Für die beiden letzten Wochen sind sie von einem zweiten Detachement mit wiederum 16-20 jungen Piloten abgelöst worden. Bei ihnen steht die Ausbildung im Fokus. Insbesondere sollen sie die Zulassung für den Luftpolizeidienst in der Nacht erlangen. Diese Qualifikation ist etwa für den Konferenzschutz des World Economic Forum (WEF) in Davos, während dem der Luftraum für die zivile Luftfahrt eingeschränkt wird und permanent zwei Jets in der Luft sind, unabdingbar.

„Wir machen unsere Piloten Fit for Mission und das äusserst effizient“, erklärte Korpskommandant Aldo C. Schellenberg, Kommandant Schweizer Luftwaffe. Und: Mit dem sukzessiven Aufbau des 24-Stunden-Luftpolizeidienstes an 365 Tagen ab 2016 bis 2020 gewinnt die Nachtflugausbildung möglichst vieler Piloten zusätzlich an Bedeutung.

Die Kampagne in Norwegen ist für die Piloten eine Herausforderung. Die Wetterverhältnisse, die Verfahren – vieles ist anders. Bei allen Flügen werden Trockenanzüge getragen, es herrscht teils eisige Kälte und oft muss mit Seitenwind angeflogen werden. „Über dem Meer fehlen meist visuelle Referenzpunkte, sodass manchmal nur anhand der Instrumente geflogen werden kann“, sagte Major Reto Wüthrich, Kommandant Detachement 2.



Weitere interessante Inhalte
Third Marine Aircraft Wing F/A-18 Hornets bei Training kollidiert

10.11.2016 - Zwei F/A-18 Hornets des Third Marine Aircraft Wing der US Marines sind am Mittwoch in der Nähe von San Diego in der Luft zusammengestoßen. Beide Piloten überlebten. … weiter

Schweizer Luftwaffe sucht weiter nach dem Piloten Vermisste F/A-18 am Sustenpass gefunden

30.08.2016 - Am Dienstagnachnmittag haben die Suchmannschaften die Absturzstelle der F/A-18 Hornet lokalisiert, die seit Montag vermisst wurde. Nach dem Piloten wird weiterhin mit Hochdruck gesucht. … weiter

Kunstflugteam der US Navy Blue-Angels-Pilot stirbt bei Absturz

03.06.2016 - Bei einem Traingingsflug in Smyrna, Tennessee, kam Capt. Jeff Kuss ums Leben. Am gleichen Tag überstand Major AlexTurner von den Thunderbirds einen Crash unversehrt. … weiter

Farbige Videobilder bei Tag und Nacht Spanien bestellt Scorpion-Helmdisplay von Thales

10.05.2016 - Spanien hat bei Thales 80 "Scorpion"-Helmdisplays für die Boeing EF-18 der Iberer bestellt. Die Datenhelme mit Zielzuweisung werden 2016 und 2017 geliefert. … weiter

Globale Fighter Top 10: Die zahlreichsten aktiven Kampfjet-Typen

09.03.2016 - Welche Kampfflugzeugmuster dominieren heute die weltweiten Flotten? Unsere Top-10-Liste gibt Aufschluss. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 12/2016

FLUG REVUE
12/2016
07.11.2016

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Neue Junkers F 13 fliegt
- Dreiteilung airberlin
- Flughafen Lyon
- Erprobung Pilatus PC-24
- Wonsan Air Festival
- Brennstoffzellen im Alltagstest
- Extra Raumfahrt

aerokurier iPad-App