03.05.2010
FLUG REVUE

Schweizer Luftwaffe: Tiger-Teilersatz unverzichtbar

Die Realisierung des Tiger-Teilersatzes gehört nach wie vor zu den Prioritäten der Schweizer Luftwaffe, so Kommandant Markus Gygax in seinem jährlichen Informationsreport.

„Die meisten vergleichbaren europäischen Länder verfügen über 60 bis 70 Flugzeug von der Leistungsklasse der F/A-18.“ Um in diesem Umfeld die Aufgaben wahrnehmen und die Sicherheit über der Schweiz gewährleisten zu können, hat Gygax vier Ziele formuliert: Die Luftwaffe als homogene Organisationseinheit zu erhalten, ein Personalbestand adäquat zu den Aufgaben, die Reduktion der Schnittstellen und die Realisierung des Tiger-Teilersatzes (TTE). „Wenn man Ja zur Armee sagt, muss man auch von Zeit zu Zeit ein grösseres Investitionsprojekt realisieren. Dies ist wichtig, damit die Willensnation Schweiz ihre Souveränität erhalten kann“, so Gygax bei einem Vortrag in Emmen.

Bundesrat Ueli Maurer, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), stellte bei gleicher Gelegenheit fest: „Die TTE-Evaluation hat gezeigt, dass mit 2,2 Milliarden Franken nicht die gewünschte Stückzahl von 22 neuen Flugzeugen beschafft werden kann.“ Dies sei schon im Vorfeld zu befürchten gewesen und habe sich jetzt bewahrheitet.

Die politische Diskussion werde sich nun um eine allfällige Spezialfinanzierung drehen, So Maurer. Eine solche könnte künftig auch bei bodengestützten Systemen wie Schützenpanzern nötig werden, da das reguläre Rüstungsbudget für Grossprojekte nicht mehr ausreiche. Bezüglich der TTE-Beschaffung formulierte Maurer ein klares Ziel: „Im Jahr 2020 müssen die ersten neuen Flugzeuge in der Schweiz fliegen.“

Nationalrat Max Binder, Präsident der parlamentarischen Gruppe Luft- und Raumfahrt, stellte sich klar hinter den TTE: „Er ist nötig und zwar jetzt. Ich werde mich allenfalls auch für eine Spezialfinanzierung einsetzen.“ Die Schweiz müsse über die Mittel verfügen, ihren Luftraum selbst zu schützen. Dies sei nötig, wenn man ein neutrales, selbständiges und souveränes Land bleiben wolle. Ebenfalls setzte sich Nationalrat Max Binder vehement für den Erhalt des Militärflugplatzers Dübendorf ein.




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