28.09.2016
FLUG REVUE

Schweizer Armee bestätigt ZwischenfallSuper Puma am Gotthard verunglückt

Ein Transporthubschrauber Airbus Helicopters Super Puma ist am Mittwochmittag bei gutem Wetter am Gotthard-Pass im Tessin verunglückt.

Super Puma VBS Schweiz

Ein Super Puma-Hubschrauber der Schweizer Armee (Archivbild) ist am Mittwoch am Gotthard Pass verunglückt. Foto und Copyright: VBS Schweiz  

 

Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) bestätigte am Mittag in einer ersten Pressemitteilung den Helikopterabsturz am Gotthard Hospiz. Es gebe mutmasslich Verletzte. 

Erste Fotos der Unglücksstelle in der Nähe einer Hochspannungsleitung zeigen einen auf der Seite liegenden und brennenden Hubschrauber mit abgerissenem Heckausleger. Laut VBS ist die REGA bereits vor Ort und die Bergung im Gange. Laut Angaben des Tessiner Sicherheitsdirektors Norman Gobbi auf Twitter handelt es sich bei dem verunglückten Luftfahrzeug um eine "Super Puma" der Schweizer Armee. Mittlerweile soll der Hubschrauber gelöscht sein.

Unterdessen hat das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) am Gotthard eine zeitweilige Luftraumsperre eingerichtet. Sie gilt für Sicht- und Instrumentenflüge und auch für Drohnenflüge. Nähere Angaben für Piloten stehen in einem aktuellen NOTAM.

UPDATE:

Der Kommandant der Schweizer Luftwaffe, Korpskommandant Aldo C. Schellenberg, teilte auf einer einer Pressekonferenz in Bern am Nachmittag mit, dass die beiden Piloten bei dem Absturz ums Leben gekommen seien. Der sogenannte Flughelfer an Bord wurde verletzt aber "ansprechbar" ins Krankenhaus gebracht.

Der Hubschrauber hatte im Rahmen einer OSZE-Mission vier französische Offiziere und ihre Schweizer Begleitoffiziere zur angemeldeten Besichtigung einer militärischen Anlage am Gotthard abgesetzt. Kurz nach dem Wiederstart ohne die Passagiere verunglückte die Super Puma. Die Ursache ist noch nicht bekannt. Bis auf weiteres setzt die Schweizer Luftwaffe alle Trainingsflüge mit der Super Puma aus.

Mehr Infos zu:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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