29.07.2016
FLUG REVUE

Kooperationsabkommen geschlossenAirbus EBS und Dedrone kooperieren bei Drohnenabwehr

Airbus DS Electronics and Border Security und Dedrone bündeln ihre Fähigkeiten zur Abwehr von Kleindrohnen. Einsatzfähige Drohnenabwehrsysteme sollen ab Ende 2016 lieferbar sein.

Drone Jammer Airbus Dedrone 2016

Das Drohnenabwehrsystem von Airbus DS Electronics and Border Security und Dedrone arbeitet mit einem Störsender, der nur die Frequenz der erkannten Bedrohung stört (Foto: Dedrone).  

 

Das gemeinsam angebotene Drohnenabwehrsystem ist modular aufgebaut und bietet die Möglichkeit, verschiedene Sensoren – Kameras, Radare, Mikrophone, Funkpeilgeräte – mit unterschiedlichen Reichweiten bis zu 10 km zu kombinieren.

Deren Daten werden mit modernsten Datenfusions- und Signalanalyse-Technologien zusammengeführt. Auf der Basis einer umfassenden Datenbank an Drohnenmustern und -Signaturen und der echtzeitigen Analyse der Steuersignale wird dann mit einem Störsender die Verbindung zwischen der Drohne und dem Piloten unterbrochen bzw. ihre Navigation gestört. In der Regel fliegt die Drohne dann zu ihrem Startpunkt zurück oder landet an Ort und Stelle. Außerdem wird mit dem Peilgerät die Position des Piloten ermittelt, damit er festgenommen werden kann.

Die von Airbus DS EBS entwickelte „SMART Responsive Jamming Technology“ sorgt dafür, dass nur die Frequenzen, die für die Drohnensteuerung genutzt werden, von den Störsignalen blockiert werden, während benachbarte Frequenzbereiche nutzbar bleiben. Das Drohnenabwehrsystem wurde im Werk von Airbus Defence and Space und bei Kundenpräsentationen in Deutschland und Frankreich umfassenden Tests unterzogen.

Dedrone Komplettsystem 2016

Das Drohnenabwehrsystem besteht aus Sensoren, der Datenverarbeitung und dem Störsender (Zeichnung: Dedrone).  

 

Dedrone hat den DroneTracker entwickelt bestehend aus einer optimierten Hardware und einer intelligenten Software. Der DroneTracker ist bereits erhältlich und wird unter anderem in Gefängnissen und Stadien eingesetzt. An Fassaden montiert, erkennt der DroneTracker heranfliegende Drohnen mittels verschiedener visueller und akustischer Sensoren sowie Frequenzscannern. Die detektierten Signale wie Geräusch, Bewegungsmuster, Silhouette und Frequenzen werden mittels Software verarbeitet und ausgewertet. So erkennt der DroneTracker Drohnen in einem Umkreis bis zu einem Kilometer. Über die Schnittstelle mit der Jamming Technologie von Airbus können Abwehrmechanismen automatisch aktiviert werden.

Laut Thomas Müller, Geschäftsführer von Airbus DS Electronics and Border Security (EBS) ermöglicht „die Kombination der Fähigkeiten von Airbus mit weitreichenden Radar- und Störsenderfunktionen, und der … Multi-Sensor Plattform von Dedrone … ein weites Anwendungsspektrum von urbanen und außerstädtischen Gebieten“.



Weitere interessante Inhalte
Premium Aerotec Erste Rumpfschalen für A321neo ACF an Airbus ausgeliefert

23.06.2017 - Der Luftfahrtzulieferer Premium Aerotec entwickelt und fertigt Rumpfschalen für die A321neo in der Airbus-Cabin-Flex-Konfiguration. Die Änderungen ermöglichen mehr Kapazität ohne eine Verlängerung des … weiter

Paris Air Show 2017 Airbus und Boeing verkaufen fast 900 Flugzeuge

22.06.2017 - Es ist ein ständiges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Luftfahrtgiganten. Auf der Internationalen Luftfahrtmesse in Le Bourget hatte Boeing nach der Ankündigung der 737 MAX 10 die Nase vorn. … weiter

Übersicht UPDATE: Bestellungen bei der International Paris Air Show 2017

22.06.2017 - Welche Airline hat bei der diesjährigen Air Show in Paris bei Airbus, Boeing, Bombardier, Embraer und Co. bestellt? Sehen Sie in unserer aktuellen Auflistung die neuen Aufträge der Flugzeughersteller. … weiter

Paris Air Show 2017 Flugprogramm am Donnerstag

22.06.2017 - Wie in den vergangenen Tagen zeigen auch am Donnerstag Airliner, Kampfjets und Hubschrauber ihre Fähigkeiten auf der Luftfahrtausstellung in Paris. Hier gibt es das vollständige Flugshow-Programm. … weiter

Airbus A350 Lufthansa fliegt von München nach Singapur

21.06.2017 - Ab März 2018 fliegt die Lufthansa fünfmal in der Woche von München nach Singapur. Eingesetzt wird auf der Langstrecke ein Airbus A350. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 07/2017

FLUG REVUE
07/2017
12.06.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


COMAC C919 fliegt
Rafale wird weiter modernisiert
Das Cockpit der Zukunft
Griechenland mustert RF-4E Phantom II aus
Air Seychelles fliegt ab Düsseldorf
Patrouille de France auf großer US-Tour

aerokurier iPad-App