09.12.2015
FLUG REVUE

Weitere Schritte vor der DefinitionsstudieDeutschland übernimmt Führungsrolle bei europäischer Drohne

Beim europäischen MALE RPAS übernimmt Deutschland den Hauptanteil an der Definitionsstudie, die im ersten Halbjahr 2016 beauftragt werden soll.

MALE RPAS Europäische Drohne Airbus 2013

Airbus Defence & Space untersucht seit langem Entwürfe für eine europäische Überwachungsdrohne (Foto: Airbus Defence & Space).  

 

Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, nimmt Deutschland „amtsseitig in dem Vorhaben eine Führungsrolle ein. Vor diesem Hintergrund trägt Deutschland 18,6 Mio Euro (31%) und Frankreich, Italien, Spanien je 13,8 Mio Euro (23%) zur Finanzierung der Definitionsstudie bei“.

„Aufgrund der deutschen amtsseitigen Führungsrolle wird eine Führungsrolle der Firma Airbus Defense & Space seitens Ministeriums unterstützt“, hieß es weiter.

Das Management der geplanten Definitionsstudie für das europäische Medium Altitude Long Endurance Remotely Piloted Aircraft System (MALE RPAS) wurde Ende November der Gemeinsamen Organisation für Rüstungskooperation (OCCAR) übertragen. Zum gleichen Zeitpunkt wurde Spanien als gleichberechtigter vierter in das Projekt aufgenommen, sagte das Ministerium. Bereits am 18. Mai 2015 hatten Deutschland, Frankreich und Italien eine gemeinsame Absichtserklärung zur Entwicklung einer europäischen Drohne bis 2025 auf Ministerebene unterzeichnet.

Im Rahmen der zweijährigen Studie sollen vor allem die operationellen Forderungen der Nationen unter Kosten- und Risikogesichtspunkten untersucht werden. In einem weiteren Schritt der Studie wird dann durch die Auftragnehmer Airbus Defence & Space, Dassault Aviation und Finmeccanica ein Systemdesign entwickelt, das die Grundlage für eine mögliche Entwicklungs- und Beschaffungsentscheidung bildet.

Bei einer positiven Entwicklungsentscheidung könnten die ersten Systeme 2025 ausgeliefert werden. Die Hauptaufgabe des Remotely Piloted Aircraft System wird die Aufklärung und Überwachung in zukünftigen Einsatzgebieten werden – auch mit der Möglichkeit, zur Unterstützung der Truppen am Boden Waffen einzusetzen.

Die Studie wird von den drei benannten Konzernen gemeinsam angefertigt. Eine gegebenenfalls folgende Entwicklung soll, basierend auf einem Vorschlag der Industrie, voraussichtlich von einem Hauptauftragnehmer verantwortet werden. Die anderen an der Studie beteiligten Firmen werden als Unterauftragnehmer eingebunden. Welche der beteiligten Firmen als Hauptauftragnehmer fungieren wird ist derzeit noch offen.

Bis zur eigenen Drohne will das Verteidigungsministerium eine so genannte Überbrückungslösung realisieren. „Bis Jahresende“ soll entschieden werden, ob die amerikanische MQ-9 Reaper oder die israelische Heron TP den Zuschlag erhalten.

In Afghanistan fliegt derweil weiterhin die Heron 1. Der Bereitstellungsvertrag mit der Industrie wird um ein weiteres Jahr bis Anfang 2017 verlängert.



Weitere interessante Inhalte
Neuer Airbus-Zweistrahler für München Lufthansa übernimmt zweite A350

24.02.2017 - Zwei Wochen nach Beginn des Liniendienstes der ersten A350 hat Lufthansa das zweite Flugzeug dieses Typs nach München überführt. … weiter

Neue Sitzplätze und schallisolierende Vorhänge Emirates A380: Erneuerte Bar im Oberdeck

23.02.2017 - Eines der Markenzeichen der Emirates-A380 ist die Bar im hinteren Oberdeck, an der sich Gäste der Business Class die Zeit vertreiben können. In ihren künftigen Jets verbessert Emirates den … weiter

Triebwerkshersteller aus München MTU will Invesitionsphase 2017 abschließen

23.02.2017 - MTU Aero Engines steigerte im vergangenen Geschäftsjahr erneut Umsatz und Gewinn. Nach großen Investitionen in neue Programme in den vergangenen Jahren will das Unternehmen in die Konsolidierung … weiter

Airliner Airbus A380: Alle Auslieferungen und Bestellungen

22.02.2017 - Emirates hat ihren letzten, neuen Airbus mit GP7200-Triebwerken der Engine Alliance übernommen. Ihre künftigen A380 hat sie sich mit den alternativ angebotenen Rolls-Royce Trent-Triebwerken bestellt. … weiter

Airline-"Roadshow" kommt im März nach Frankfurt Emirates sucht Piloten in Deutschland

22.02.2017 - Für ihre Flotte von 250 Großraumjets und für weitere, schon bestellte 220 Flugzeuge sucht Emirates aus Dubai Piloten. Gesucht werden fertig ausgebildete Flugzeugführer mit Erfahrung. Auch aus der … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 02/2017

FLUG REVUE
02/2017
06.02.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Airbus gegen Boeing
- Letzter Flug der QF-4
- Flybe expandiert
- X-Planes der NASA
- Watt-Flughafen Barra
- Erfolgsmodell Suchoi Su-30
- Datenrelaissystem im All

aerokurier iPad-App