05.11.2014
FLUG REVUE

BAE Systems und DassaultFCAS: Studienvertrag für künftigen unbemannten Kampfjet

Frankreich und Großbritannien haben nun den Auftrag für eine zweijährige Studienphase für ein Future Combat Air System (FCAS) unterzeichnet. Damit sollen Grundlagen für die Entwicklung eines unbemannten Kampfflugzeugs geschaffen werden.

FCAS November 2014

Mit der FCAS-Studie wollen Frankreich und Großbritannien die Grundlage zur Entwicklung eines unbemannten Kampfjets legen (Foto: Dassault Aviation).  

 

Das FCAS-Programm wird mit 150 Millionen Euro finanziert. Dazu kommen nationale Zusatzfinanzierungen von jeweils 50 Millionen Euro. Unter Führung von BAE Systems und Dassault Aviation sind Rolls-Royce, Snecma im Bereich Antriebe, Thales und Selex ES bei der Avionik sowie weitere kleinere Systemfirmen beteiligt.

Die offizielle Auftragsvergabe wurde am Dienstag in Saint-Cloud durch Bernard Gray, Chief of Defence Materiel und Laurent Collet-Billon, Délégué Général pour l´Armement vorgenommen. Sie folgt auf eine politische Absichtserklärung der Regierungschef vom 31. Januar 2014 und einer Programmvereinbarung, die die Verteidigungsminister auf der Farnborough Airshow im Juli unterzeichneten.

Während der zweijährigen Studienphase geht es vor allem darum, gemeinsame Konzepte für ein künftiges UCAS (Unmanned Combat Air System) zu erarbeiten. Darüber hinaus sollen wesentliche Technologien weiter serientauglich gemacht werden. BAE Systems und Dassault können dabei auf ihre UCAV-Versuchtsträger Taranis beziehungsweise Neuron zurückgreifen.

FCAS sichert die Fähigkeiten der britischen und französischen Luftfahrtindustrie im Bereich Kampfflugzeuge. „Die technologische Spitzenstellung unserer Industrie muss langfristig gesichert werden. Dies ist eine Frage der Souveränität und der Überlegenheit im Einsatz. Notwendig ist eine ambitionierte Investitionsstrategie, die offen für weitere Beteiligungen ist,“ so Collet-Billon.

Zukünftige unbemannte Kampfflugzeuge sollen Aufgaben wie die Bekämpfung der gegnerischen Flugabwehr, Angriffe auf strategische Ziele und Flugplätze, bewaffnete Aufklärung und Abriegelung des Gefechtsfelds übernehmen. Einsatzfähige Systeme könnten laut britischem Verteidigungsministerium bis 2030 eingeführt werden.



Weitere interessante Inhalte
Dassault Aviation Entwicklung des Rafale Standard F4 beginnt

23.03.2017 - Der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian hat die Entwicklung des F4-Standards der Rafale freigegeben. Er soll ab 2023 verfügbar sein. … weiter

Armée de l´Air Rafale zehn Jahre im Kampfeinsatz

14.03.2017 - Vor zehn Jahren wurde die Dassault Rafale der Armée de l´Air zum ersten Mal bei einem Kampfeinsatz im Ausland verwendet. Seither folgten viele weitere Missionen in Nahost und in Afrika. … weiter

BAE Systems und HAL Advanced Hawk vorgestellt

15.02.2017 - Auf der Aero India in Bengaluru präsentieren BAE Systems und Hindustan Aeronatics ihren gemeinsam verbesserten Jettrainer Advanced Hawk. … weiter

Neues Museum "Bristol Aerospace" öffnet im Sommer Letzte Concorde rollt ins Museum

08.02.2017 - Die letztgeflogene Concorde, Werknummer 216, Kürzel "Alpha Foxtrot" steht künftig in Bristol geschützt unter dem Dach eines neuen Luftfahrtmuseums. … weiter

Grundsatzvereinbarung unterzeichnet BAE unterstützt Turkish Aerospace bei TF-X

30.01.2017 - Bei der Entwicklung eines eigenen türkischen Kampfflugzeugs wird BAE Systems als Partner von TAI agieren. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 04/2017

FLUG REVUE
04/2017
06.03.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


"Neue" MiG-35 vorgestellt
Probleme beim BER
Iran Air erhält Airbus
Wirbelschleppen - die gefährliche Schönheit
SpaceShipTwo wieder im Flugtest
Bombardie-Flaggschiff Global 7000

aerokurier iPad-App