18.03.2011
FLUG REVUE

Gleitfallschirmsystem ParaLander von Cassidian erhält Zulassung

Das von Cassidian entwickelte Lasten-Gleitfallschirmsystem ParaLander ist von der Wehrtechnischen Dienststelle 61 für den operationellen Einsatz zugelassen worden.

ParaLander März 2011

ParaLander von Cassidian kann von einer Transall abgesetzt werden und trägt 1000 kg Nutzlats (Foto: Cassidian)  

 

ParaLander wurde nach umfangreichen Flugerprobungen als unbemanntes Luftfahrzeug (UAV) eingestuft und ist laut Hersteller das weltweit einzige marktverfügbare System, dass eine punktgenaue Lieferung von sensiblen Missionsausrüstungen, humanitären Hilfsgütern sowie Versorgungslieferungen vollautomatisch aus der Luft ohne Beschädigungen sicherstellen kann.

Die Bundeswehr hat bisher fünf ParaLander-Systeme im Rahmen eines einsatzbedingten Sofortbedarfs beschafft, welche nun für Einsätze in Afghanistan eingesetzt werden sollen. Die Anschaffung weiterer Systeme für die deutsche Bundeswehr ist vorgesehen.

ParaLander besteht aus einem Gleitfallschirm und der Steuereinheit, die mit der Nutzlast verzurrt werden, sowie einem System zur Missionsplanung. Nach dem Absetzen aus dem Flugzeug lenkt die Steuereinheit mittels Servomotoren den Gleitfallschirm mit Nutzlast GPS-gestützt ins Zielgebiet. Das rechtzeitige Abfangen der Last kurz vor der Landung stellt eine patentierte Mechanik, aktiviert durch einen Laserhöhenmesser, sicher.

Das System ist zunächst für den Transport von 1000 kg Nutzlast, abgesetzt von Bord einer C-160 Transall, vorgesehen. Das mittelfristige Ziel ist es, ParaLander auch über besiedelten Gebieten im Einsatz sowie von Bord des A400M einsetzen zu können.

Je nach Typ des absetzenden Luftfahrzeuges kann das System aus Höhen von bis zu 10000 Metern und über Entfernungen von bis zu 50 Kilometern genutzt werden.



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