09.07.2012
FLUG REVUE

MBDA-Konzeptstudien für UAV-Bewaffnung

MBDA untersucht derzeit ein neues Waffenkonzept, das „Effekte auf Abruf“ für unbemannte Fluggeräte im Jahr 2030 und darüber hinaus bieten soll.

Vigilus

Vigilus von MBDA soll das Aufklärungs-UAV Caelus und die Lenkwaffe Gladius (rechts) umfassen (Illustration: MBDA)  

 

Unter dem Namen CVS301 Vigilus sind verschiedene Komponenten zusammengefasst, darunter natürlich eine Kontrollstation, von der aus mehrere der Lenkwaffen  werden können.

An UAVs, bemannten Flugzeugen oder eventuell sogar Luftschiffen wird dann der Waffenträger Armatus installiert. Dieser beinhaltet Avionik für die Steuerung der Lenkwaffen, zum Beispiel die Einstellung der Sprengwirkung vor dem Start.

Zwei verschiedene Flugkörper sollen verwendet werden: Die 100 Kilogramm schwere Aufklärungsflugkörper Caelus (100 kg) und die kleine Lenkwaffe Gladius (7 kg). Caelus soll von einem Elektromotor angetrieben werden, um in geringer Höhe etwa zwei Stunden lang Überwachungsmissionen zu fliegen. Gladius verfügt über einen Raketenmotor als Booster und gleitet dann mit ausklappbaren Flügeln bis zu 30 Kilometer zum Ziel.

Das Vigilus-Waffensystem besitzt laut MBDA ein flexibles und anpassbares Steuerungssystem. Es kann direkt von Bodentruppen koordiniert werden, so dass mehrere Ziele außerhalb der Sichtlinie in urbanem und offenem Gelände bekämpft werden können. Es kann aber auch von einem Bediener in der UAV-Bodenleitstelle gesteuert werden.

CVS301 Vigilus ist das jüngste Ergebnis des Concept Vision Projekts von MBDA, mit dem sich das Unternehmen bei der Erforschung der Rolle von innovativen Flugkörpersystemen für die Kampfeinsätze von morgen eine Führungsposition erworben will. Concept Visions, welches sich jetzt in seinem dritten Jahr befindet, ist eine unternehmensweite Initiative mit dem Ziel, Schlüsseltechnologien und ihre Integration in Waffensysteme über 2030 hinaus zu entwickeln, um Kernbereiche des Verteidigungsmarkts von morgen zu gestalten.



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