11.03.2014
FLUG REVUE

Rücksturz zur Erde38. ISS-Stammbesatzung ist gelandet

Am 10. März um 9:24 Uhr Ortszeit war die Landekapsel des Raumschiffs Sojus TMA-10 wieder auf der Erde angekommen. An Bord befanden sich die Mitglieder der 38. ISS-Besatzung Oleg Kotow, Mike Hopkins und Sergej Rjasanski.

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Starker Wind, strenger Frost, geschwächte Muskeln, egal – endlich wieder daheim! © NASA  

 

Rund drei Stunden zuvor hatte das Raumschiff vom Kopplungsmodul Poisk abgelegt und die drei Astronauten nach 166 Tagen im All sicher wieder zur Erde zurück gebracht. An Bord der Raumstation befinden sich nun nur noch ihre drei Kollegen Koichi Wakata, Richard Mastracchio und Michail Tjurin, die am 7. November ihren Dienst im All angetreten hatten. Kurz vor der Verabschiedung hatte der bisherige Kommandant seine Funktion an den Japaner Wakata übergeben. Am 25. März soll in Baikonur die nächste Drei-Mann-Besatzung starten, bestehend aus Steve Swanson, Alexander Sworzow und Oleg Artjomjew. Nach der Ankopplung werden sie gemeinsam mit ihren drei Kollegen die Expedition 39 bilden, wie die ISS-Besatzungen im NASA-Jargon heißen.

Kotow hat jetzt bereits seinen dritten Raumflug zur ISS absolviert: 2007 war er Flugingenieur der Expedition 15 und 2009 gehörte er zu den Crews mit den Nummern 22/23. Insgesamt verbrachte er 526 Tage in der Schwerelosigkeit, wogegen sich die 166 Tage von Rjasanski und Hopkins fast bescheiden ausnehmen. Dafür arbeiteten Rjasanskio dreimal außenbords (20:05 Stunden Gesamtarbeitszeit) und Hopkins zweimal (12:58 Stunden). Kotow konnte eine EVA (Extravehicular Activity) jenen fünf hinzufügen, die er bei seinen früheren Flügen ausgeführt hatte. Damit kommt er auf insgesamt 36:51 Stunden im freien Raum.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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