31.08.2012
FLUG REVUE

Abschied von der Vesta

Die NASA-Sonde Dawn schwenkt Anfang September aus der Umlaufbahn um den Asteroiden Vesta und fliegt weiter zum Zwergplaneten Ceres. Unter dessen eisiger, von dunklem Kohlenstoff bedeckten Kruste könnte ein Ozean aus Wasser die Wissenschaftler erwarten.

Ein riesiges Einschlagsbecken am Südpol. Tiefe Furchen um den Äquator. Dunkles Material an den Kratern, das die Planetenforscher ins Rätseln bringt. Dazu ein Berg, der mehr als doppelt so hoch ist wie der Mount Everest. Der Asteroid Vesta, den die Raumsonde Dawn seit Juli 2011 mit einem deutschen Kamerasystem an Bord umkreiste, hat die Wissenschaftler ins Staunen gebracht.

Gleich zwei Mal wurde der Himmelskörper von einem mächtigen Einschlag an seinem Südpol erschüttert, so dass zwei riesige, sich überlagernde Becken an dieser Stelle entstanden. Rund um den Äquator hat sich durch die Einschläge ein System aus Furchen gebildet. Statt auf eine intakte Kruste blicken zu können, sehen die Planetenforscher auf ein wahres Trümmerfeld.

Die mehr als 28.000 Bilder, welche die deutsche Kamera an Bord während der bisherigen Mission von Vesta aufzeichnete, zeigen zudem dunkles Material an und in den zahlreichen Kratern. Woher stammt dieses dunkle Material? Welche Prozesse liefen in der Vergangenheit auf dem Asteroiden ab?

In dem einen Jahr, in dem Dawn um Vesta kreiste, haben die Wissenschaftler des DLR die gesamte Oberfläche des Asteroiden vermessen und kartiert. Auch wenn Vesta kleiner ist als ein Planet, ist die Schnelligkeit, mit der die Geologen, Physiker und Photogrammeter diese Aufgabe durchgeführt haben, ein Rekord für sich

Das nächste Ziel der Sonde ist die erst jüngst von der Internationalen Astronomischen Union vom Asteroiden zum Kleinplaneten beförderte Ceres. Die Ankunft ist für Februar 2015 geplant.

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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