17.01.2011
FLUG REVUE

Ätna erwacht aus langem SchlafÄtna erwacht unter Beobachtung aus langem Schlaf

Anderthalb Jahre herrschte Ruhe im Nordosten Siziliens, doch jetzt hat der Vulkan Ätna nach langem Schlaf zu husten begonnen. Satelliten haben im Blick, was da eventuell auf die Region zukommt.

Asche stäubte in die Luft, während sich ein erstes Lavabächlein nahe des Örtchens Milo den Weg nach unten suchte. Der Flughafen von Catania wurde vorsichtshalber erst einmal geschlossen, konnte jedoch indessen seinen Betrieb wieder aufnehmen. Zum letzten Mal hatte der Ätna vor anderthalb Jahren Lava gespieen - nun machte er mit einem leichten Rumpeln darauf aufmerksam, dass er wieder da ist. Wie stark sein Erwachen allerdings sein wird, weiß noch niemand vorherzusagen.

Üblicherweise hustet er nur ein bisschen, bevor er sich wieder zur Ruhe begibt, weshalb ihn die hier Ansässigen auch den "Gutmütigen" nennen. Dennoch wird er manchmal auch richtig wütend: Allein um die Jahreswende 2002/2003 schickte er ganze Lavaströme in die Landschaft, die enormen Schaden an Gebäuden und der Infrastruktur anrichteten.

Dieses Mal jedoch erwarten die Vulkanologen nur einen kleinen Anfall. "Vor einer großen Explosion wölbt sich der Berg sichtlich", sagen sie, und das sei bis jetzt nicht geschehen. Anhand von Radardaten, die seit 1992 von der Satelliten ERS-1, ERS-2 und Envisat aufgenommen wurden, haben die Wissenschaftler ein gutes Bild von dem italienischen Vulkan. "Zwischen 1993 und 2000 hat sich der Ätna mit einer Deformationsrate von rund einem Zentimeter pro Jahr gewölbt", beschreibt der italienische Wissenschaftler Riccardo Lanari vom Institut IREA-CNR in Neapel, die Entwicklung des Ätnas. Nur dank der genauen Satellitenmessungen ist es möglich, einen Zusammenhang zwischen dem Ausbruchsverhalten des Vulkans und seinen geografischen Veränderungen herzustellen. Deswegen sei das fortgesetzte Sammeln von Radardaten durch Satelliten notwendig, um eines Tages ein Vorhersagemodell zu erstellen, mit dem eine künftige Eruption des Vulkans prognostiziert werden könne. 

 




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