12.02.2014
FLUG REVUE

60-Millionen-Euro-Vertrag Airbus Defence and Space gewinnt neuen ESA-Auftrag für Ariane 6

Airbus Defence and Space hat von der Europäischen Weltraumorganisation ESA einen Auftrag mit einem Wert von 60 Millionen Euro erhalten. Demnach soll das Unternehmen die Entwicklungs- und Machbarkeitsstudien für die neue europäische Trägerrakete Ariane 6 im Jahr 2014 fortsetzen.

ariane 6

Nach der Prüfung des Programmfortschritts könnte die ESA die Spezifikationen des Ariane-6-
Startsystems festlegen. © ESA  

 

In diesen Studien sollen die bisher entwickelte Architektur genau festgeschrieben und die Haupteigenschaften der Trägerrakete festgelegt werden. Die Studienergebnisse werden im Rahmen des System Requirements Review (SRR) der ESA im November 2014 vorgestellt. Nach der Prüfung des Programmfortschritts könnte die ESA die Spezifikationen des Ariane-6-Startsystems festlegen. Auf dieser Basis können die Mitgliedsstaaten auf der nächsten, im Dezember 2014 geplanten ESA-Ministerratskonferenz über die Fortsetzung der Entwicklung der neuen Trägerrakete entscheiden.

Der neue Auftrag ermöglicht es Airbus Defence and Space, die Definition des Ariane-6-Trägers im Detail auszuarbeiten und gleichzeitig die Entwicklung der Ariane 5 ME sowie insbesondere der zahlreichen gemeinsamen Elemente der beiden Modelle fortzusetzen. Die Entwicklung der Ariane 5 ME sind Gegenstand eines Vertrags, den die ESA im Jahr 2013 an Astrium (heute integriert in Airbus Defence and Space) gegeben hat, und soll die Leistungsfähigkeit der bisherigen Ariane 5 bis 2018 um 20 Prozent steigern. Während der Ministerratskonferenz in Neapel im November 2012 hatte die ESA entschieden, die Entwicklungsstudien der neuen Trägerrakete Ariane 6 anzustoßen, die Entwicklung der Ariane 5 ME fortzusetzen und Synergien zwischen den beiden zukünftigen Trägerraketen zu maximieren.

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