17.11.2014
FLUG REVUE

Auftrag der ESAAirbus entwickelt Service-Modul für US-Raumkapsel Orion

Airbus Defence and Space hat mit der ESA den Industrievertrag für die Entwicklung und den Bau des Service-Moduls für die bemannte amerikanische Raumkapsel Orion unterzeichnet. Der Vertrag hat ein Volumen von rund 390 Millionen Euro.

Orion mit ATV-Versorgungsmodul 2012

Das Versorgungsmodul der amerikanischen Orion-Kapsel wird von der ESA beigesteuert (Illustration: ESA).  

 

Das Service-Modul ist für den Antrieb, die Energieversorgung, die Thermalkontrolle und zentrale Elemente des Lebenserhaltungssystems der amerikanischen Kapsel verantwortlich.

Es ist das erste Mal, dass Europa mit systemkritischen Elementen in ein amerikanisches Raumfahrt-Projekt integriert wird. Im Dezember 2012 hatten die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA und die ESA vereinbart, das neue US-Raumschiff Orion mit Hilfe des europäischen Service-Moduls fliegen zu lassen.

Dieses Modul basiert auf dem Design und den Erfahrungen des Versorgungsfahrzeugs ATV (Automated Transfer Vehicle) für die Internationale Raumstation ISS, das Airbus Defence and Space im Auftrag der ESA entwickelt und gebaut hat.

Durch dieses Programm und durch unsere kontinuierlichen Investitionen sichern wir unseren technologischen Vorsprung“,

„Europa unterstreicht in diesem Programm nach dem herausragenden Erfolg der ISS-Versorgungstransporter ATV erneut seine wichtige Rolle im weltweiten Umfeld der bemannten Raumfahrt,“ sagte François Auque, Leiter von Space Systems.

Nach der Freigabe der Systementwürfe für das Service-Modul durch die ESA im Mai 2014, hat nun die detaillierte Definitionsphase begonnen, einhergehend mit dem Bau der ersten Hardware. Diese endet voraussichtlich im November 2015 mit der Freigabe des detaillierten Designs durch die ESA. Danach beginnt die Qualifizierungs- und Produktionsphase.

Die erste Orion-Mission mit europäischer Beteiligung, „Exploration Mission 1“, ist ein unbemannter Flug zu den Lagrange Punkten des Mondes und der Rückkehr zur Erde und für 2017/2018 geplant.  Damit soll nicht nur die Leistungsfähigkeit des Raumschiffes vor seinem bemannten Einsatz nachgewiesen werden, sondern auch die Qualifikation der neuen NASA-Trägerrakete „Space Launch System“. Im Rahmen von „Exploration Mission 2“ soll Orion nicht vor 2020 mit Astronauten an Bord in den Weltraum starten.

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KS


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