01.06.2016
FLUG REVUE

Airbus Safran Launchers auf der ILAAriane 6 auf gutem Weg zum Erstflug 2020

Auf der ILA informiert Airbus Safran Launchers über die Fortschritte bei der Entwicklung der neuen europäischen Trägerrakete Ariane 6.

ILA 2016: Modell der Ariane 6

Auf der ILA wird ein 17 Meter großes Modell der Ariane 6 gezeigt. Foto und Copyright: Ebner  

 

Die Entwicklung der Ariane 6 kommt gut voran. "Wir liegen mit dem Programm absolut im Zeitplan, vielleicht sogar besser als gedacht", sagte Alain Charmeau, der CEO des neu gegründeten Gemeinschaftsunternehmens Airbus Safran Launchers, am Mittwoch auf der ILA in Berlin.

Derzeit läuft beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Lampoldshausen eine Testkampagne mit dem Oberstufentriebwerk Vinci, zudem werde ein neues Schweißverfahren erprobt und die Produktion erster Teile im 3D-Druckverfahren habe begonnen, so Charmeau.

Erstmals fliegen soll die Ariane 6, die um bis zu 50 Prozent günstiger als ihre Vorgängerin Ariane 5 sein soll, im Jahr 2020. Die volle Einsatzfähigkeit soll 2023 erreicht werden. "Dazwischen wird es eine Überlappung von Ariane 5 und Ariane 6 geben", sagte Charmeau. Die Ariane 6 wird es in zwei Konfigurationen geben: als Ariane A62 mit zwei Feststoffboostern und als Ariane A64 mit vier Feststoffboostern.


Ariane 5 soll mehr Nutzlast transportieren können

Bis zur Indienststellung der neuen Rakete wird die Ariane 5 noch rund 50 Starts absolvieren. Auch sie soll in den kommenden Jahren modifiziert werden, um den Marktansprüchen gerecht zu werden. "Geplant ist eine weitere Erhöhung der Nutzlast um 200 Kilogramm bis 2018", sagte Charmeau. Schon beim nächsten Start am 8. Juni wird die Ariane 5 mit den beiden Satelliten EchoStar XVIII and BRIsat eine Nutzlast von 10,7 Tonnen ins All bringen. Das sei deutlich über dem, was bisher üblich war, so Charmeau. Im Herbst soll die Ariane 5 erstmals vier Galileo-Satelliten gleichzeitig in den Orbit bringen.

Bei Airbus Safran Launchers wird derweil bereits darüber nachgedacht, was nach der Ariane 6 kommt. Mit Prometheus habe man bereits mit der Entwicklung einer neuen, günstigen Triebwerksfamilie begonnen, so Charmeau. Prometheus soll die Kosten des in den 1980er Jahren entwickelten Hauptstufen-Triebwerks Vulcain um den Faktor 10 verringern.

www.flugrevue.de/Ulrike Ebner


Weitere interessante Inhalte
Arianespace Airbus Safran Launchers wird Hauptaktionär

01.12.2016 - Das Joint Venture von Airbus Defence and Space und Safran übernimmt die Anteile der französischen Raumfahrtbehörde CNES am Raketenbetreiber und -vermarkter Arianespace. … weiter

75. Starterfolg in Serie Ariane 5 ES bringt vier Galileo-Satelliten ins All

17.11.2016 - Erstmals beförderte eine Ariane 5 vier Galileo-Satelliten gleichzeitig in den Orbit. Damit besteht die Konstellation des europäischen Satellitennavigationssystems nun aus 18 Satelliten. … weiter

Lufttransporter demonstriert Tankerrolle Airbus A400M betankt zweite A400M

14.11.2016 - Ein Airbus A400M-Transporter hat bei zwei Testflugreihen über Sevilla mehr als 50 Tankkontakte mit einer zweiten A400M im Geradeaus- und Kurvenflug aus der mittleren Tankposition demonstriert. … weiter

Unbemannte Luftfahrzeuge EASA erteilt Airbus erste Drohnen-Konstrukteurszulassung

22.09.2016 - Die europäische Luftfahrtbehörde EASA hat Airbus Defence and Space die erste Zulassung für die Entwicklung und Konstruktion unbemannter Luftfahrzeuge erteilt. Die neue Zulassung dürfte vor allem für … weiter

Europas neuer Militärtransporter Airbus A400M: Die aktuellen Nutzer

15.09.2016 - Der Militärtransporter A400M von Airbus Defence and Space ist ein viermotoriger Schulterdecker mit Turboprop–Triebwerken. Bisher haben acht Kundennationen insgesamt 174 Flugzeuge bestellt. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 12/2016

FLUG REVUE
12/2016
07.11.2016

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Neue Junkers F 13 fliegt
- Dreiteilung airberlin
- Flughafen Lyon
- Erprobung Pilatus PC-24
- Wonsan Air Festival
- Brennstoffzellen im Alltagstest
- Extra Raumfahrt

aerokurier iPad-App