24.08.2013
FLUG REVUE

Astronomiesatellit der ESAGAIA ist in Kourou angekommen

Der nächste Astronomiesatellit der ESA – GAIA – ist gestern Morgen an Bord eines Frachtflugzeuges Antonow An-124 in Französisch-Guayana gelandet. Die Maschine war am Abend zuvor in Toulouse mit Ziel Cayenne gestartet. Nach der Ankunft erfolgte unverzüglich der Straßentransport ins 64 Kilometer entfernte Korou.

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Fünf Jahre lang soll GAIA eine Milliarde Sterne unserer Milchstraße beobachten. © ESA  

 

Die bei Astrium in Toulouse gebaute GAIA soll nach dem Start Ende dieses Jahres Daten für eine dreidimensionale Karte unserer Milchstraße liefern, indem sie rund eine Milliarde Sterne präzise beobachtet und dabei deren Position im Raum und ihre Bewegungen bestimmt. Hinzu Das ist zwar etwa nur ein Prozent aller Sterne der Milchstraße, doch kann man aus ihrer Vermessung die Eigenschaften unserer Galaxie ableiten. Die Beobachtungen werden etwa fünf Jahre dauern und vom sogenannten Lagrange-Punkt L2 aus, etwa 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, erfolgen. Zur Aufgabenstellung des Satelliten gehört auch die Bestimmung der Temperatur, Leuchtkraft und Zusammensetzung jedes einzelnen Sterns. Aus all den Daten wollen Wissenschaftler Erkenntnisse über die Entstehung und Entwicklung der Milchstraße gewinnen. Als „Nebenprodukt“ der Durchmusterung des Raumes erwarten sie zudem die Entdeckung Zehntausender bisher unbekanntere kosmischer Objekte, wie Asteroiden oder Planeten an anderen Sternen und nicht zuletzt von Supernovae in Nachbargalaxien.

Nachdem GAIA im Reinraum des Startzentrums angekommen ist, folgen die üblichen, startvorbereitenden Checks. Am 28. August werden an Bord einer zweiten An-124 Bodenausrüstungen und der Sonnenschutzschild des Satelliten nach Kourou geliefert.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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