02.09.2013
FLUG REVUE

Röntgensatellit:Auf der Jagd nach Schwarzen Löchern

Das HEASARC (High Energy Astrophysics Science Archive Research Center) der NASA hat erste Bilder des Satelliten NuSTAR (Nuclear Spectroscopic Telescope Array) veröffentlicht, der am 13. Juni 2012 unter der technischen Bezeichnung Explorer 93 gestartet worden war. Der Röntgenastronomiesatellit soll vor allem Schwarze Löcher im Universum ausfindig machen.

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Das Modul mit den Röntgenteleskopen (rechts) ist an einem zehn Meter langen Teleskopmast von den Detektoren im Satellitenbus (links) entfernt. © NASA
 

 

Während Wissenschaftler jubeln, sind Laien eher enttäuscht: Die derzeit freigegebenen Aufnahmen zeigen nur pinkfarbene Kleckse, doch vielleicht gibt es ja in Zukunft mehr zu sehen. Der relativ kleine, nur 360 Kilogramm schwere Flugkörper ist mit zwei leistungsfähigen Teleskopen ausgerüstet, die erstmals die Durchmusterung des Weltalls im Bereich der hochenergetischen Röntgenstrahlung erlauben – bis zu 80keV anstelle von zehn keV wie bei den zur Zeit betriebenen Röntgenastronomiesatelliten Chandra(NASA) oder XMM Newton (ESA). Mit den gewonnenen Daten soll es möglich sein, die Häufigkeit und Verteilung Schwarzer Löcher sowie die Entstehung Schwerer Elemente im Universum zu ermitteln.

NuSTAR war bereits 2005 von der NASA als Small Explorer Mission ausgewählt, ein Jahr später jedoch wieder ausgesetzt worden. Im September 2007 wiederbelebt, war der Start nunmehr für Februar 2012 geplant, musste aber aus verschiedenen Gründen bis Juni verschoben werden. Der Satellit basiert auf dem Satellitenbus LEOSTAR 2 von Orbital Sciences Corp., der bereits bei GALEX verwendet worden war. Die wissenschaftlichen Instrumente befinden sich am Ende eines zehn Meter langen Teleskopmastes, welcher eine lange Brennweite ermöglicht; der extrem flache Einfallswinkel der Röntgenstrahlen ermöglicht so die Aufzeichnung auch höherenergetischer Strahlung.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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