23.10.2012
FLUG REVUE

Blue Origin testet Rettungssystem

Das US-Raumfahrtunternehmen Blue Origin hat am 19. Oktober auf dem Startgelände Van Horn im Westen Texas' erfolgreich das Rettungssystem seiner kommerziellen Raumkapsel getestet.

Eine Dummy-Raumkapsel mit den gleichen Abmessungen und Massen wie jene, die später einmal Astronauten ins All befördern soll, wurde bei dem Test von einem ebenfalls simulierten Raketenkörper getrennt und mit Feststoffraketen auf 703 Meter Höhe gebracht. Danach landete sie unversehrt an drei Fallschirmen in einer Entfernung von 497 Metern vom Startplatz.

Blue Origin ist ein privates Unternehmen, das innerhalb des Commercial Crew Programs der NASA mit der US-Raumfahrtbehörde eine Partnerschaft eingegangen ist. Der Test in der Phase 2 (Commercial Crew Development - CCDev2) wurde auch von der NASA finanziell gefördert. Bei erfolgreicher Entwicklung des Systems winkt ein Transportauftrag für Astronauten und Fracht zur ISS oder in erdnahe Umlaufbahnen. Einen solchen Vertrag hat die NASA bereits mit SpaceX unterzeichnet, deren Raumkapsel Dragon derzeit an der Raumstation angekoppelt ist.

Das hier von Blue Origin verwendete sogenannte Pusher-System unterscheidet sich wesentlich von den herkömmlichen Gittertürmen mit Feststoffraketen, die auf der Kapsel sitzen und diese von der Gefahrenstelle wegziehen. Bei Nichtgebrauch werden sie als teure Wegwerfprodukte ungenutzt abgeworfen.

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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