04.02.2011
FLUG REVUE

Cassini entdeckt Cirruswolken auf dem Titan

Jeder Tag ist ein mieser Tag auf dem größten Saturnmond Titan, zumindest, was den Zustand seiner Atmosphäre angeht. Smog, wohin das Auge blickt, und der ganze Himmelskörper sieht aus wie ein schmutzig-orangener Ball. Winzige Tropfen verschiedener Kohlenwasserstoffe und zahlreicher weiterer Chemikalien sind die Ursache dafür.

Titan ist der einzige Planetenmond in unserem Sonnensystem, der über eine eigene Atmosphäre verfügt, mit Gewittern und bestehend aus einer Mischung aus Methan, Ethan und weiteren ungemütlichen Beimengungen. Jüngste Beobachtungen des Mondes, aufgenommen vom Composite Infrared Spectrometer an Bord der NASA-Raumsonde Cassini, zeigten aber zur Überraschung der Wissenschaftler auch Cirruswolken aus winzigen Eispartikeln. Sie zeichnen sich schneeweiß vor dem bräunlichen Hintergrund der Titanatmosphäre ab, sind allerdings sehr dünn und treten nur in sehr großer Höhe auf.

Wolken aus Wassereis waren schon nach dem ersten Besuch einer Raumsonde am Titan vermutet worden, als Voyager 1 im Jahre 1980 den Mond passierte. Allerdings lagen damals noch zu wenige Daten vor, und auch die Fotos waren nicht von der Qualität, wie wir sie heute von Cassini kennen. Zurzeit ist jedoch noch nicht klar, wie die Wolken entstehen.

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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