24.10.2012
FLUG REVUE

Cheops soll Supererden finden

Die ESA hat Cheops als erste sogenannter "kleiner Missionen" innerhalb des Wissenschaftsprogramms der europäischen Raumfahrtorganisation ausgewählt.

Cheops steht für Charakterising Exoplanets Satellite und beschreibt damit die Aufgabenstellung des kleinen Raumflugkörpers, dessen Start für 2017 geplant ist: Er soll nahegelegene Sterne näher untersuchen, von denen bereits bekannt ist, dass sie von Planeten umkreist werden. Von diesen wiederum will man beim Transit vor ihrer Sonne den genauen Durchmesser und - bei bekannter Masse - ihre Dichte bestimmen. Auf diese Weise wollen die Wissenschaftler neue Erkenntnisse über die Entstehung von Planeten von der größe einer "Supererde" bis hin zu neptungroßen Welten gewinnen.

Cheops wird die erste Mission innerhalb des Einsatzes kleiner Satelliten im ESA-Wissenschaftsprogramm sein, die schnell und kostengünstig gebaut und gestartet werden können. Sie war aus 26 Vorschlägen ausgewählt worden, die nach einer Ausschreibung im März dieses Jahres eingereicht worden waren. Der Satellit soll in einer sonnensynchronen Bahn von 800 Kilometern Höhe die Erde umkreisen und dreieinhalb Jahre lang Beobachtungen durchführen. Das Projekt wird innerhalb einer Partnerschaft der ESA und der Schweiz unter Beteiligung mehrerer Mitgliedstaaten realisiert.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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