11.02.2010
FLUG REVUE

Columbus seit zwei Jahren im All

Das europäische Wissenschaftslabor Columbus arbeitet seit zwei Jahren erfolgreich im All. Als fester Bestandteil der Internationalen Raumstation sind in den vergangenen 24 Monaten rund 50 Experimente der unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen im Bereich der Grundlagenforschung erfolgreich durchgeführt worden. Astrium, Europas führendes Raumfahrtunternehmen, hat Columbus im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) als Systemführer entwickelt und gebaut.

Columbus seit zwei Jahren im All

US-Astronaut Randy Bresnik montiert die Antenne für das Experiment Vessel-ID. © NASA  

 

Columbus wurde als einziges Labor bereits am Boden mit Experimentanlagen ausgerüstet, so dass bereits wenige Tage nach dem Start im Februar 2008 mit der wissenschaftlichen Arbeit begonnen werden konnte. Eines der ersten Experimente, GEOFLO" von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU), war so erfolgreich, dass Ende des Jahres mit GEOFLOW 2 die Arbeit fortgesetzt werden soll. Dabei werden konvektive Strömungen im flüssigen Erdkern simuliert. Man verspricht sich davon nähere Erkenntnisse beispielsweise zur Entstehung von Erdbeben. GEOFLOW - entwickelt von Astrium - war das erste Fluid-Experiment, das unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit im Fluid Science Labor von Columbus integriert und in Betrieb genommen wurde. GEOFLOW 2 wird voraussichtlich mit dem automatischen Versorgungstransporter "Johannes Kepler" (ATV 2) Ende des Jahres zur Raumstation geflogen.

Im Rahmen des IOT-Vetrages (Industrial Operator Team) ist Astrium im Auftrag der ESA für alle Aufgaben, die eine Mission umfassen, zuständig. Dazu gehören u.a. Missionsvorbereitung und -betrieb, Transport, Integration sowie der Betrieb der Bodenanlagen. So wurden beispielsweise bei einem der jüngsten Experimente die Vorbereitungen zur Anbringung des Technologie-Experiments Vessel-ID von Astrium getroffen. Die Astronauten Michael Foreman und Randolph Bresnik haben dann das Experiment im November letzten Jahres als externe Einheit an der Columbus-Außenhülle installiert. Hierbei handelt es sich um eine VHF Antenne, die über einen Transponder die Signale aller internationalen Schiffe über 300 Tonnen, aller Container-Schiffe über 500 Tonnen sowie aller Passagierschiffe aufnimmt, um jederzeit deren Aufenthaltsort lokalisieren zu können.




  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 12/2016

FLUG REVUE
12/2016
07.11.2016

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Neue Junkers F 13 fliegt
- Dreiteilung airberlin
- Flughafen Lyon
- Erprobung Pilatus PC-24
- Wonsan Air Festival
- Brennstoffzellen im Alltagstest
- Extra Raumfahrt

aerokurier iPad-App