11.03.2010
FLUG REVUE

COMS fliegt zum Startplatz nach Kourou

Mit gleich drei Nutzlasten für Anwendungen in Meteorologie, Meereskunde und Telekommunikation gilt COMS (Communications, Oceanography and Meteorology Satellite) als Multitalent unter den Nutzanwendungs-Raumflugkörpern. COMS ist der erste geostationäre Beobachtungssatellit mit Drei-Achsen-Stabilisierung aus europäischer Produktion.

COMS fliegt zum Startplatz nach Kourou

Letzte Tests in Toulouse, bevor COMS nach Kourou transportiert wird. © EADS Astrium  

 

Derartige Satelliten lassen durch ihre gesteigerte Leistung die Integration komplexerer und umfangreicherer Nutzlasten zu. So werden sie die Erde künftig durchgehend im Blick behalten können und die Welt der Erdbeobachtung revolutionieren. Die Nutzlasten des für Südkorea gebauten Satelliten sind ein Instrument zur Abbildung von Wetterdaten, eines zur Erfassung von Ozeanfarben und ein Telekommunikationsmodul für das Ka-Band.

Heute startet der Transport des COMS-Satelliten zum europäischen Raumfahrtstartgelände in Kourou (Französisch-Guayana), von wo aus er Ende April 2010 ins All starten wird. COMS ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen Astrium und Südkoreas Luft- und Raumfahrtbehörde KARI (Korea Aerospace Research Institute). Die Ingenieure der beiden Partner arbeiteten erst zwei Jahre lang im französischen Toulouse zusammen, dann weitere zwei Jahre im koreanischen Daejeon, um in Anlagen des KARI die Endmontage und die Tests des Satelliten vorzunehmen. Anschließend ging es für COMS zurück nach Toulouse, wo er bis zur heutigen Abreise in Richtung Startplatz seinen letzten Schliff erhielt.

Neben dem Satelliten hat Astrium auch die Einsatzversion der Bildempfangssoftware für das Bodensegment beigesteuert. Diese Software bildet die Basis der nächsten Generation von Bildpositionierungssystemen, die zur Erstellung von Wettermodellen unerlässlich sind. Der Satellit mit einer Startmasse von 2,5 Tonnen und einer Restleistung von 2,5 Kilowatt zum Ende der Betriebsdauer wird mindestens acht Jahre lang im geostationären Orbit im Einsatz sein. Für COMS wurden die Avionik-Elemente der Telekommunikationssatelliten-Baureihe Eurostar E3000 übernommen und für optische Beobachtungen aus einer geostationären Umlaufbahn angepasst.




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