07.05.2014
FLUG REVUE

Was suchen die da?Curiosity bohrt neue Löcher in den Mars

„Windjana“ heißt der Sandsteinblock, den die Geologen für interessant genug hielten, dass die große Schlagbohrmaschine am Roboterarm des Marslabors erst eine Probe- und schließlich eine „Tiefenbohrung“ vornahm – mit einem Durchmesser von 1,6 und einer Tiefe von 6,5 Zentimetern.

marsloch

Nach diesem „Mini-Drill-Test“ am 29. April folgte ein paar Tage später die „richtige“ Tiefenbohrung. © NASA  

 

Zuvor aber hatte sich das Marsauto der Steinplatte erst einmal vorsichtig genähert und diese von allen Seiten „beschnuppert“. Offensichtlich nahmen die Experten das Trümmerstück tatsächlich wichtig, warum genau, teilten sie der Öffentlichkeit allerdings nicht mit. „Der Stein ist fein gekörnt, er hat eine andere Farbe als der Oberflächenstaub in der Umgebung, und an manchen Stellen ist er härter“, sagte Melissa Rice vom California Institute of Technology on Pasadena. Sandstein eben, nun ja, der von feinem Staub bedeckt ist, wie er bei den öfter auf dem Roten Planeten auftretenden Staubstürmen über Tausende Kilometer weit getragen wird. Da kann er schon mal eine andere Farbe haben, als der Felsen des Untergrundes.

Also wurde zuerst die rotierende Drahtbürste (Dust Removal Tool) in Gang gesetzt und eine ebene Fläche freigefegt, auf der dann die etwa zwei Zentimeter tiefe Probebohrung niederge-bracht wurde. Schließlich die „Tiefenbohrung“. Eine Portion des dabei gewonnenen Gesteinsmehls soll nun gründlich analysiert werden, weil die Wissenschaftler wissen wollen, auf welche Art und Weise einst der Sand so zusammengepresst wurde, dass er einen Stein formte.

Seit der Rover auf dem Mars gelandet ist, war dies die dritte Bohrung zur Gesteinsanalyse. Die ersten beiden wurden vor einiger Zeit rund vier Kilometer nordöstlich der jetzigen Position durchgeführt, und zwar in sogenanntem Schlammstein, der einst aus der Vermischung vulkanischer Asche mit Wasser entstanden ist.

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
flugrevue.de/Matthias Gründer


Weitere interessante Inhalte
Concorde-Nachfolger mit vermindertem Überschallknall NASA-Überschallprojekt QueSST: Windkanaltest bis Mach 1.6

27.02.2017 - Rund 70 Jahre nach dem ersten Überschallflug der Bell X-1 gewinnt das Thema Concorde-Nachfolger wieder an Fahrt: Das bei Lockheed Martin entworfene Modell eines künftigen, "leisen" … weiter

Falcon 9 von SpaceX Erster kommerzieller Start vom Launch Complex 39A

20.02.2017 - Am Sonntag ist eine Falcon 9 mit Nachschub für die Internationale Raumstation ISS gestartet. Es war seit langem der erste Raketenstart von der historischen Startrampe 39A des Kennedy Space Centers in … weiter

Reduzierung von Fluglärm Computersimulation für leisere Flugzeuge

01.02.2017 - In der Flugzeugentwicklung werden numerische Strömungssimulationen zur Verbesserung der Aerodynamik schon lange eingesetzt. Doch sie können auch zur Verringerung von Fluglärm beitragen. … weiter

NASA-Luftfahrtforschung Pratt & Whitney entwickelt Öko-Triebwerk

31.01.2017 - Der Triebwerkshersteller aus Hartford, Connecticut soll im Auftrag der NASA einen effizienten und dennoch leisen und sauberen Antrieb entwerfen. … weiter

Für das Starliner-Raumschiff Boeing präsentiert neuen Raumanzug

26.01.2017 - Leichter und bequemer: Astronauten an Bord von Boeings künftigem Raumschiff CST-100 Starliner werden andere Raumanzüge als bisher tragen. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 02/2017

FLUG REVUE
02/2017
09.01.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Ryanair greift Lufthansa an
- Bombardier liefert CS300
- Gulfstream G500
- Sea Lion fliegt
- Interview Astronaut Gerst
- Nachtschicht bei LH Technik

aerokurier iPad-App