21.01.2010
FLUG REVUE

Hilfe für die Erdbebenopfer von HaitiDer Flughafen Port-au-Prince nach dem Beben

Der Flughafen der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince ist das Nadelöhr bei der schnellen Hilfe für die Opfer der Erdbebenkatastrophe vom 12. Januar. Das Satellitenbild zeigt erstaunlilche Details.

Das Bild des Satelliten GeoEye-1 zeigt den internationalen Flughafen Toussaint L'Ouverture der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince am 16. Januar, vier Tage nach der verheerenden Naturkatastrophe. Der kleine Flughafen verfügt nur über elf Abstellplätze für Großraumflugzeuge, welche nur über einen einzigen Betonrollweg erreichbar sind. Aus diesem Grunde bedarf es einer guten Organisation, dass die Transportflugzeuge mit den Hilfslieferungen schnell empfangen und entladen werden, damit sie den Platz für die nächsten räumen können. Das Foto von GeoEye-1 entstand, als der Satellit in 680 Kilometer Höhe den karibischen Inselstaat überflog. Wie leistungsfähig die Kameraoptik von GeoEye-1 ist, erkennt man an der Tatsache, dass der Satellit zur Zeit der Aufnahme mit einer Geschwindigkeit von 6,43 Kilometer pro Sekunde (!) flog. Trotzdem sind selbst Details zu erkennen. Vor dem Terminal stehen unter anderem eine Boeing 727, drei C-130 Hercules, eine Fokker 50, eine MD-80, ein Airbus A340, die Boeing 767 der chilenischen Luftstreitkräfte sowie eine Boeing C-17, bei der man sogar erkennen kann, dass es sich um die C-17 der Luftstreitkräfte von Katar in der Lackierung von Qatar Airways handelt. 

Die Koordinierung der Flüge lief direkt nach dem Beben sehr schlecht. Hinzu kam, dass es kein Kerosin gab, und zwei Flugzeuge nach dem Entladen ihrer Hilfsgüter aufgrund von Treibstoffmangel nicht wieder zum Heimflug starten konnten und die Abstellpositionen blockierten. Derzeit haben amerikanische Controller das Ruder in die Hand genommen und organisieren den Flugplatz-Betrieb. Nun müssen alle Flugzeuge beispielsweise mit genügender Tankreserve anfliegen, damit sie nach Erfüllung ihrer Mission noch zu einem Flugplatz in einem von Haitis Nachbarstaaten fliegen können, wo sie tanken und dann erst ihren Heimflug antreten.




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