17.09.2010
FLUG REVUE

der neue MarsroverDer neue Mars-Rover im Detail

Curiosity ist das neue Mars-Mobil der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA. Hier finden Sie Fakten und Hintergrundinformationen zum neuen Mars-Rover zusammengestellt:<br /> <br />

1. Wie groß ist er?

Viel größer als seine Vorgänger Pathfinder, Spirit und Opportunity. Curiosity hat die Abmessungen eines Kleinwagens und ist damit zweimal so groß und viermal so schwer wie die Mars Exploration Rovers. Der Pathfinder Rover hatte gar nur die Größe eines Mikrowellengerätes.

2. Wo und wie wird er landen?

Schon seit langem sind vier potenzielle Landeplätze in die engere Wahl gezogen worden, doch die endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen. Das Gebiet soll geologisch interessant sein, aber auch größtmögliche Sicherheit für die Landung bieten, also relativ eben sein. Weil der Rover so schwer ist, wird er nicht wie seine Vorgänger mit Airbags abgeworfen, sondern von einer Plattform aus abgeseilt. Diese Plattform wird von Brems- und Steuerraketen über der Marsoberfläche in Position gehalten, bis Curiosity den "Parkplatz" erreicht hat.

3. Welche wissenschaftlichen Geräte werden an Bord sein?

Insgesamt besteht die Geräteausstattung aus zehn Instrumenten, darunter einem Laser zum Zerkleinern von Bodenproben oder einem Gerät zu Suche nach organischen Materialien. Ein Bohrer wird Proben aus größerer Tiefe holen, ein Greifarm Steine packen können, und mehrere Kameras sorgen für die dreidimensionale Beobachtung des Umfeldes.

4. Wie werden die Räder beschaffen sein?

Nach den Erfahrungen mit bisherigen Rädern von Marsmobilen, aber auch den russischen Mondautos vom Typ Lunochod, sind die Räder mit 75 Zentimetern Duchmesser sehr groß bemessen. Jedes von ihnen hat einen eigenen Elektromotor als Antrieb, und so können auch Geröllfelder durchquert werden. Eine spezielle Steuerung ermöglicht es dem Rover, 360-Grad-Drehungen auf der Stelle vorzunehmen.

5. Wie funktioniert die Energieversorgung?

Gegenüber früheren Marsautos wird Curiosity keine Solarzellenflächen haben, sondern von einem Radioisotopengenerator angetrieben. Solarzellen haben den Nachteil, dass sie nach und nach von feinem Marsstaub bedeckt werden und daher ihre Leistungsfähigkeit abnimmt. Auch liefern sie im Winter bei tiefstehender Sonne kaum Energie, so dass die bisherigen Rover stets in einen "Winterschlaf" versetzt werden mussten. Curiosity wird nunmehr das ganze Jahr über arbeiten können und möglicherweise sogar an einem Landeplatz weitab vom Äquator abgesetzt.




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