23.07.2012
FLUG REVUE

Deutscher Kleinsatellit TET-1 erfolgreich gestartet

Am 22. Juli 2012 ist um 12:41 Uhr Ortszeit der erste deutsche Kleinsatellit des OOV-Programms an Bord einer russischen Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof in Baikonur (Kasachstan) gestartet.

TET-1

Der deutsche Kleinsatellit TET-1 ist seit Juli 2012 im All (Foto: DLR).  

 

Im Rahmen seines "On-Orbit-Verification" (OOV)-Programms testet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Weltraumtechnologien direkt im All.

TET-1 hat elf Experimente an Bord, die sich ein Jahr lang unter realen Weltraumbedingungen bewähren müssen. Dazu zählen unter anderem Solarzellen, Navigationsgeräte, eine Weltraumkamera, mit der Waldbrände detektiert werden können, Kommunikations- und  Satelliten-Antriebssysteme sowie Computer-Hardware.

TET-1 ist 120 Kilogramm leicht und hat Platz für 50 Kilogramm schwere Nutzlasten. Das DLR Raumfahrtmanagement hat das Raumfahrtunternehmen Kayser-Threde GmbH als Hauptauftragnehmer mit der Entwicklung des Satelliten beauftragt.

TET-1 wird in einer niedrigen Erdumlaufbahn (Low Earth Orbit, LEO) in 520 Kilometern Höhe operieren. Danach wird er langsam wieder in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen.

Das "Gestell" des kühlschrankgroßen Kleinsatelliten, der so genannte Satellitenbus, basiert auf dem 2001 gestarteten DLR-Forschungssatelliten BIRD (Bi-Spectral Infrared Detection). "TET-1 ist im Vergleich zu BIRD jedoch leistungsfähiger", erklärt Michael Turk, TET-Projektleiter im DLR-Raumfahrtmanagement. "TET-1 bietet mehr Volumen und mehr Platz für Nutzlasten." 

Gebaut wurde der Satellitenbus von der Astro- und Feinwerktechnik Adlershof GmbH. An der Entwicklung beteiligt waren auch die DLR-Institute für Robotik und Mechatronik und für Raumfahrtsysteme.

Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum beim DLR in Oberpfaffenhofen (German Space Operation Center, GSOC) ist für den Missionsbetrieb von TET-1 verantwortlich, das russische Raumfahrtunternehmen Lavoshkin für den Start des Satelliten.




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