08.06.2010
FLUG REVUE

Deutschland unterstützt zweite Amtszeit Dordains

Im nächsten Jahr läuft die Amtszeit des derzeitigen ESA-Generaldirektors Jaques Dordain (Frankreich) aus. Nach übereinstimmender Meinung der Mitgliedstaaten wäre eigentlich wieder ein Deutscher als nächster Chef der Europäischen Raumfahrtorganisation an der Reihe.

Wie Prof. Jan Wörner, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) heute auf einer ILA-Pressekonferenz bekanntgab, sind sowohl die Bundesregierung als auch internationale Partner wegen einer Kandidatur an ihn herangetreten. Wörner jedoch hat nach reiflicher Überlegung entschieden, er mache "doch lieber den besten Job der Welt", nämlich seinen jetzigen. Nunmehr wird in Absprache mit der französischen Seite die Bundesregierung einer Verlängerung der Amtszeit von Jaques Dordain zustimmen.

Kurz darauf bemerkte Dordain auf seiner eigenen ESA-Pressekonferenz zu einer entsprechenden Frage, er habe so viel zu tun, dass er sich darüber noch keine Gedanken mache.

Vielmehr informierte er die Fachpresse ausführlich über aktuelle und künftige ESA-Projekte. Bezüglich der bemannten Raumfahrt bestätigte er beispielsweise, dass alle derzeit im All befindlichen Bauteile der Internationalen Raumstation Herstellergarantien für einen Betrieb bis zum Jahre 2018 erhalten hätten. Wenn also die Finanzierung stehe, könne die ISS noch 18 Jahre lang betrieben werden.

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MG


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