20.10.2009
FLUG REVUE

Die Erde aus dem All: Midway-Inseln

Die Midway-Inseln wurden am 9. Juli 1859 von N.C. Brooks entdeckt und am 28. August 1867 von den USA unter Berufung auf den Guano Islands Act annektiert, also dreißig Jahre vor den anderen Hawaii-Inseln. Sie dienten zunächst hauptsächlich als Zwischenstation für Schiffe auf dem Weg von Kalifornien nach Japan.

1903 wurde Midway einer der Ankerpunkte des transpazifischen Kabels der Commercial Pacific Cable Company. Ab 1935 nutzte die Pan American Airways Midway als Landeplatz für ihre Flugboote des Typs China Clipper. 1940 entstand hier ein Luftwaffenstützpunkt der US Navy.

Bekannt wurden die Inseln durch die Schlacht um Midway vom 4. bis zum 7. Juni 1942, die zwischen Japan und den USA als eine der entscheidenden Schlachten während des Zweiten Weltkrieges ausgetragen wurde. Japan verlor vier Flugzeugträger und musste den Versuch, Midway zu besetzen, abbrechen. 1943 bis 1945 war Midway ein bedeutender U-Boot-Stützpunkt. Besonders im Korea-Krieg und im Vietnam-Krieg wurde das Atoll als Zwischenlandestation für Transportmaschinen genutzt.

Am 31. Oktober 1996 wurde mit einem präsidialen Erlass die Kontrolle über das Atoll dem U.S. Fish and Wildlife Service des US-Innenministeriums übertragen und das Gebiet damit ein Teil des National Wildlife Refuge-Programms. Seit 2006 sind die Inseln Bestandteil des Papahānaumokuākea Marine National Monument, und touristische Besuche sind zugelassen. Die Landebahn auf Eastern Island ist verfallen, während auf Sand Island auch große Verkehrsflugzeuge landen können.




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