08.03.2013
FLUG REVUE

Die Sonne verhält sich überraschend ruhig

Eigentlich müsste es derzeit auf der Sonnenoberfläche mächtig brodeln, denn 2013 wird das Maximum des elfjährigen Solarzyklus erreicht. Unser Zentralgestirn tut uns aber einfach nicht den Gefallen.

Ein sogenannter Sonnenfleckenzyklus dauert ungefähr elf Jahre von Maximum zu Maximum; dazwischen liegen die "Jahre der ruhigen Sonne". Ein solcher Zyklus kennzeichnet die Häufigkeit des Auftretens von Sonnenflecken, welche wegen lokaler Störungen im Magnetfeld bei nachfolgendem Austreten von Feldlinien aus der Sonne entstehen. Dieses Austreten wird von einer Fackel aus ausgeworfenem Material begleitet, an deren Basis erst ein, dann mehrere Flecken entstehen, die schließlich miteinander verschmelzen. Der verbleibende Fleck kann schon nach einigen Tagen wieder verschwinden, manchmal aber auch mehrere Monate lang zu beobachten sein. Nur etwa zehn Prozent aller Sonnenflecken werden jedoch älter als elf Tage.

Solarastronomen jedenfalls wundern sich zur Zeit, warum die Sonne sich so ruhig verhält. Dean Pesnell vom Goddard Space Flight Center der NASA sieht das gelassen: "Das ist schon das Maximum, es sieht nur anders aus, als wir erwartet hatten." Seit dem Beginn der Berechnung im Jahre 1794 befinden wir uns jetzt im 24. Zyklus, und die Geschichte hat gezeigt, dass ein solcher durchaus auch 14 Jahre dauern kann. Zudem hatten die beiden jüngsten Maxima von 1989 und 2001 laut Pesnell jeweils zwei Spitzen, sozusagen Minizyklen von zwei Jahren Dauer. Kein Grund zur Sorge also.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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