28.02.2011
FLUG REVUE

Discovery hat an der ISS angedockt

Am 26. Februar abends hat Commander Steve Lindsay mit genau kalkuliertem Einsatz der Manövertriebwerke den Shuttle-Orbiter Discovery an die Internationale Raumstation heranbugsiert und schließlich sanft angekoppelt.

Am Morgen nach dem Start nutzte die Crew das Boom Sensor System zur gründlichen Untersuchung der Discovery auf eventuelle Beschädigungen, doch dabei konnte nichts gefunden werden. Gleichzeitig wurden die Raumanzüge überprüft und eine Kamera installiert, welche das Dockingmanöver dokumentieren sollte.

Eine Stunde vor der Ankopplung lag die Discovery rund 200 Meter unter der Station, wo Lindsay eine "Rolle rückwärts" durchführte, damit auch die Stationsbesatzung noch einmal die Außenhülle des Orbiters inspizieren konnte - eine Vorsichtsmaßnahme, seit die Columbia wegen solcher Schäden beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglüht war. Paolo Nespoli und Cady Coleman machten dabei zahlreiche Aufnahmen aus den Beobachtungsfenstern des russischen Moduls Swjesda.

Anschließend flog das Shuttle vor die Station, ließ sich langsam von dieser überholen und koppelte schließlich an. Rund zwei Stunden später wurden die Luken geöffnet, und eine arbeitsreiche Zeit begann für die nunmehr zwölf Astronauten im All.

Als der Orbiter am Docking-Knoten Harmony der Station anlegte, befand sich diese über West-Asutralien. Die Discovery hatte bereits vor fast 13 Jahren die erste Kopplung an einer Raumstation vollzogen, als sie 1998 während der Mission STS-91 an der russischen Station MIR andockte. Sie absolvierte ebenfalls die erste Kopplung eines Shuttles an der ISS während der Mission STS-96 im Mai 1999.

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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