22.09.2013
FLUG REVUE

DLR-Event in Köln-Porz am SonntagMehr als 30000 Besucher beim Tag der Luft- und Raumfahrt

In Köln-Porz präsentierten das DLR und die Europäische Weltraumorganisation ESA am Sonntag gemeinsam mit ihren Partnern Forschungsprojekte aus Luft- und Raumfahrt, Energie und Verkehr sowie Sicherheit.

DLR-Tag Porz 2013

Das DLR zeigte beim Tag der Luft- und Raumfahrt in Köln den größten Teil seiner Forschungsflotte, darunter die A320 ATRA (Foto: K. Schwarz).  

 

Die rund 30000 Besucher sahen sich die DLR-Forschungsflieger an, bestaunten den Airbus A400M im Überflug und ließen sich von Wissenschaftlern Windkanäle, einen Brennkammerprüfstand sowie das Schwesterlabor der ISS :envihab erklären.

Auf dem Gelände des Kölner Flughafens besichtigte das Publikum die Maschinen der Forschungsflotte des DLR: darunter der größte DLR-Flugversuchsträger Airbus A320-ATRA (Advanced Technology and Research Aircraft), der "Vulcano Ash Hunter" Falcon 20E, der "Fliegende Hörsaal" Cessna 208B Gran Caravan sowie der leichte Mehrzweckhubschrauber BO 105. Ebenfalls konnten die Besucher einen Blick in den Parabelflieger A300 Zero-G werfen, mit dem die Forscher in steilen Flugmanövern Experimente in Schwerelosigkeit durchführen.

Die Flugbereitschaft der Bundeswehr zeigte die Regierungsflugzeuge Airbus A319 CJ und Bombardier Global 5000. Ebenso waren eine C-160 Transall, ein Airbus A310 MRTT MedEvac (Medical Evacuation) sowie ein Eurofighter, ein Tornado und ein Transporthubschrauber vom Typ Sikorsky CH-53G zu sehen. UPS und FedEx präsentierten ihre Frachtflugzeuge Boeing 777F und Boeing 767-300. Der fliegerische Höhepunkt war die Visite des Airbus A400M, der mit zwei Überflügen das Publikum begeisterte.

Die Flugzeuge beim Tag der Luft- und Raumfahrt 2013

Ebenso fanden intelligente Wärmespeicheranlagen und neu entwickelte Hightech-Werkstoffe für Flug- und Raumfahrzeuge reges Interesse. Astronauten wie der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst, der im Europäischen Astronautenzentrum der ESA für die Mission "The Blue Dot" zur ISS ausgebildet wird, berichteten über ihre Arbeit und das Leben im Weltraum.

Kinder wurden selbst zu Forschern und blickten bei Führungen des Kinderprogramms VIP-Kids hinter die DLR-Kulissen; im Kinderzelt erlebten sie Forschung zum Anfassen. Neben den DLR-Forschungsfliegern übte sich der Nachwuchs im Modellfliegerweitwurf oder bastelte unter den Augen von Astronauten Raketenmodelle.

Der Lander Philae, der an Bord der ESA-Raumsonde Rosetta unterwegs zum Kometen P67/Churyumov-Gerasimenko ist, und ein Blick hinter die Kulissen der Kontrollräume standen ebenfalls auf dem Programm der Besucher des Tags der Luft- und Raumfahrt.

Großer Andrang herrschte im :envihab, das zum ersten Mal seine Türen für die Öffentlichkeit öffnete. Das irdische Schwesterlabor der ISS ist in verschiedene Module unterteilt, in denen unter anderem eine Human-Zentrifuge, eine Druckkammer und ein Schlaflabor zu finden ist.

Forschung für die Luftfahrt erleben konnten große und kleine Besucher im DLR-Institut für Antriebstechnik: In einem Hochdruckbrennkammerprüfstand erklärten die Ingenieure, wie sie das Herz einer Turbine, die sogenannte Brennkammer, bis ins kleinste Detail auch mit alternativen Brennstoffen, zum Beispiel Wasserstoff, testen.

In den Windkanälen der Über- und Hyperschalltechnologie erklärten die Aerodynamiker die Forschung an den Überschalljets von morgen und wie Raumfahrzeuge den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre überstehen; das Institut für Flughafenwesen zeigte den Luftverkehr im Umfeld des Flughafens Köln/Bonn. Wie kalt es für ein Modell im Windkanal werden kann, erklärten Wissenschaftler am kältesten Windkanal Europas, dem Kryo-Kanal-Köln.

Laut Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner, dem Vorstandsvorsitzenden des DLR, ist "es immer wieder beeindruckend in die unzähligen begeisterten Gesichter zu blicken, die mit Neugier durch unsere offenen Türen strömen. Das bestätigt auf eindrucksvolle Weise, welchen hohen Stellenwert und Anerkennung die Forschung des DLR in Deutschland genießt. Der Tag der Luft- und Raumfahrt 2013 war ein voller Erfolg." Allerdings waren 2011 nach DLR-Angaben noch 85000 Besucher in Köln gezählt worden.




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