28.09.2011
FLUG REVUE

DLR-Roboterarm ROKVISS aus dem All zurück

Das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt entwickelte Technologie-Experiment ROKVISS (Robotik-Komponenten-Verifikation auf der ISS) ist nach fast sechs Jahren im freien Weltraum wieder auf die Erde zurückgekehrt.

Das DLR-Institut für Robotik und Mechatronik nahm den Roboterarm vergangene Woche in Oberpfaffenhofen entgegen. Nun liegen die Auswertungen der ersten Funktionstests vor: ROKVISS hat den Einsatz an der Außenwand der Internationalen Raumstation ISS ohne Beeinträchtigung gemeistert – für die Experten eine absolute Überraschung.

„Man steht davor und glaubt es nicht. Das Robotersystem läuft wie am ersten Tag – kein Klappern, keine Fremdgeräusche aus dem Getriebe, die Gelenke bewegen sich absolut geschmeidig. Es ist als ob ROKVISS das Labor nie verlassen hätte“, berichtet Projektleiter Klaus Landzettel vom DLR-Institut für Robotik und Mechatronik. Die Oberfläche von ROKVISS ist ebenso unversehrt, Spuren von Einschlägen oder anderen Schäden fehlen. Lediglich die Farbe des 50 Zentimeter großen und sieben Kilogramm schweren Roboterarms hat sich an einer Stelle verändert – von grau zu hellbraun.

Die Auswertung der aktuellen Tests bestätigt ferner, dass die vom Institut entwickelten Methoden bestens für den Einsatz im Weltraum geeignet sind. Die Technologie rund um den per Joystick mit Kraftrückmeldung steuerbaren Roboterarm hat sich in mehr als 500 Probeeinsätzen auf der ISS bewiesen. Künftige Missionen profitieren nun von dem zuverlässigen System. Das gilt nicht zuletzt für die Deutsche Orbital Servicing Mission DEOS, die für 2015 geplant ist und defekte Satelliten mittels eines Roboterarms einfangen und kontrolliert entsorgen soll. Auch den humanoiden Roboter „Justin“ können die Wissenschaftler mit den Erkenntnissen aus ROKVISS für den Einsatz im Weltraum vorbereiten.

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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