14.01.2014
FLUG REVUE

TechnologiekooperationDream Chaser kommt der Realität näher

Die ESA und das US-amerikanische Unternehmen Sierra Nevada Corporation (SNC) haben im Rahmen einer Vereinbarung verschiedene Schwerpunkte der Zusammenarbeit mit der europäischen Industrie festgelegt, um Hardware und Einsatzkonzepte für den Raumgleiter Dream Chaser zu entwickeln.

Dream Chaser

Mit Hilfe der ESA spart der Hersteller wesentliche Entwicklungskosten für den Dream Chaser. © Sierra Nevada  

 

Dream Chaser. Copyright: Sierra Nevada

Der Dream Chaser ist Teil des „Commercial Crew“-Programms der NASA und soll ab 2017 Astronauten zur Internationalen Raumstation und zurück zur Erde befördern. Er wurde als ökonomischer Nachfolger des Space Shuttles entwickelt und stellt den einzigen bemannten Raumgleiter im Rahmen des Programms dar. Er wird Raumfahrer und kritische Fracht in erdnahe Umlaufbahnen transportieren und anschließend wie ein Flugzeug landen. Das Raumfahrzeug kann auch als Plattform zur Demonstration von Technologien, für Bau- und Reparaturarbeiten im Weltall sowie als Plattform für bemannte und unbemannte wissenschaftliche Missionen genutzt werden.

Die ESA wird mit der Sierra Nevada Corporation zusammenarbeiten, um auszuloten, wie europäische Hardware, Software und Fachkompetenz genutzt werden können, um die Einsatzmöglichkeiten des Dream Chasers weiterzuentwickeln. Die ESA und die SNC werden außerdem die Möglichkeiten eines Industriekonsortiums unter Einbindung europäischer Partner sondieren, um den Raumgleiter für europäische Missionen zu nutzen. Ein wesentlicher Forschungsschwerpunkt ist der International Berthing Docking Mechanism (IBDM) der ESA, ein zukunftsweisendes Andocksystem, das zur Nutzung auf der Internationalen Raumstation entwickelt wurde und das Vehikel aktiv erfassen und an der ISS festmachen soll. Die Vereinbarung ermöglicht es der ESA, ihre Hardware und Technologie auf einem bemannten Raumschiff im Weltall zu erproben. Die SNC kommt im Gegenzug in den Genuss potenziell geringerer Entwicklungskosten und verkürzter Produktionszeiten und profitiert zudem von der umfassenden Erfahrung der ESA und ihrer Industriepartner.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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