25.11.2013
FLUG REVUE

SWARM erfolgreich im AllDrei europäische Satelliten vermessen das Erdmagnetfeld genau

Nach dem erfolgreichen Start der Satellitenkonstellation werden die drei Flugkörper nun gecheckt und korrekt auf ihre geplanten Bahnen geschickt.

Die Satellitenmission soll das Erdmagnetfeld hochgenau vermessen und unsere Kenntnisse über die Vorgänge im Erdinneren sowie im erdnahen Weltraum erweitern. SWARM ist die vierte Erderkundungsmission im Rahmen des „Living Planet“-Programms der europäischen Weltraumorganisation ESA. Deutschland ist mit rund 25 Prozent an diesem Programm führend beteiligt. Das vom Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt finanzierte SWARM-Projektbüro koordiniert auf deutscher Seite die Forscher und die Nutzung der Daten mit dem Ziel, den wissenschaftlichen Gewinn zu optimieren.

Unser Heimatplanet ist einem ständigen Beschuss durch energiereiche Teilchen von der Sonne und aus dem Weltall ausgesetzt. Glücklicherweise schützt uns das Erdmagnetfeld vor dieser gefährlichen Strahlung. Messungen der vergangenen Dekaden haben gezeigt, dass das Erdmagnetfeld schwächer wird und - wie häufiger in der Vergangenheit - vor einer Umpolung steht. Mit hochempfindlichen Sensoren ausgestattet, werden drei baugleiche Satelliten mit einer einzigen Rakete in den Weltraum befördert. Zwei von ihnen werden auf einer gemeinsamen Umlaufbahn in 460 Kilometer ausgesetzt und einer auf eine Bahn in 530 Kilometer Höhe gebracht. Sie werden in Formationen wie ein Schwarm (Namensgebung aus dem Englischen Wort swarm) die Erde umrunden und das Magnetfeld über vier Jahre hinweg mit bisher nicht gekannter Genauigkeit in drei Dimensionen kartieren.

Aus Deutschland war die Firma Astrium mit dem Bau der Satelliten beauftragt, weitere beteiligte deutsche Firmen sind unter anderem IABG, ZARM, ALTRAN und Xperion. Betreibergesellschaft der Trägerrakete Rockot ist die Eurokot GmbH. Die Rakete wurde von Plessezk, 800 Kilometer nördlich von Moskau gestartet. Start, Abkopplung von der Trägerrakete, Platzierung im Orbit sowie der weitere Flug wurden vom European Space Operations Centre (ESOC) in Darmstadt überwacht.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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