15.01.2014
FLUG REVUE

Herausforderung für SchülerEin funktionierender Satellit in der Getränkedose

Mehr als 1000 Satelliten umkreisen derzeit die Erde, auf verschiedenen Bahnen, für die Erdbeobachtung, die Navigation oder die Datenübertragung. Jetzt haben deutsche Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren die Möglichkeit selbst einen voll funktionsfähigen Minisatelliten in der Größe einer Getränkedose zu entwickeln.

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Eine leere Getränkedose bildet die Hülle für den kleinen Satelliten. Zur Stromversorgung für die Technik dient eine einfache Blockbatterie. © ESA  

 

Dieser sogenannte CanSat wird mit einer Rakete auf eine Höhe von 1.000 Metern geschossen und soll zwei Missionen erfüllen. Primär soll er den Luftdruck und die Temperatur messen. Mit dem Luftdruck sollen Höhe und Fallgeschwindigkeit ermittelt und mit der Temperatur ein Temperaturprofil erstellt werden. Die sekundäre Mission können die Teams selbst entwickeln. Der Satellit kann zum Beispiel weitere Messungen vornehmen oder Experimente durchführen, unter einer Voraussetzung allerdings: Alles muss in eine Getränkedose passen.

Die teilnehmenden Teams müssen aus mindestens vier Schülern und einer betreuenden Lehrkraft bestehen. Bis zum 14. Februar können alle Interessierten ein Bewerbungsformular ausfüllen, in dem sie beschreiben, was ihr Satellit leisten soll und welche Fragen sie damit untersuchen wollen. Von den eingeschickten Bewerbungen werden zehn Teams für die Endrunde ausgewählt. Die Lehrkräfte der Endrunden-Teams erhalten einen Workshop im DLR School Lab in Bremen, der ihnen die nötigen technischen Kenntnisse für den CanSat vermittelt, damit sie ihre Schülerinnen und Schüler in der Bauphase unterstützen können.

Höhepunkt des Wettbewerbs wird die Start-Kampagne vom 6. bis 10. Oktober 2014 in Bremen sein, wo die Teams den Start ihres Satelliten live erleben können. Hier besteht auch die Chance, Unternehmen und Institute kennenzulernen, bei denen die großen Satelliten geplant und gebaut werden. Das Siegerteam des Wettbewerbs ist als deutscher Meister automatisch für den europäischen Wettbewerb in Norwegen qualifiziert.

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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