01.03.2015
FLUG REVUE

Satellit bringt Farbe ins Copernicus-ProgrammEin letzter Blick auf Sentinel-2A

Bevor Sentinel-2A verpackt und nach Französisch-Guayana verschifft wird, wo er am 12. Juni seine Reise ins All antreten soll, hatten Pressevertreter und Experten Gelegenheit, einen letzten Blick auf den zweiten Satelliten des europäischen Copernicus-Programms zu werfen.

Sentinel-2A

Sentinel-2A im Reinraum der iABG in München-Ottobrunn. © ESA  

 

Mit einer Schwadbreite von 290 Kilometern und einer Multispektral-Kapazität kann Sentinel-2 selbst kleinste Veränderungen der Erdoberfläche registrieren. Copyright: ESA/ATG

In der Münchener iABG, wo der Satellit seit vergangenem September verschiedene Testdurchläufe absolvierte, fand nun eine Veranstaltung statt, auf der die Projektmanager Aufschluss über den aktuellen Status des Satelliten gaben. „Sentinel-2A hat schon bald alle erforderlichen Tests abgeschlossen – das macht mich überglücklich“, sagte Michael Menking von Airbus Defence and Space, führender Vertragspartner und Leiter des industriellen Konsortiums, welches für den Bau des Satelliten verantwortlich war. „Alle Testergebnisse zeigen, dass der Satellit wie geplant funktioniert. Wir stehen kurz davor, ihn für die Verschiffung vorzubereiten – dazu fehlen nur noch zwei weitere Tests.“

Sentinel-2A bringt buchstäblich Farbe in Europas Umweltüberwachungsprogramm Copernicus: Seine hochauflösenden, neuartigen Multispektralkapazitäten sind für die ESA eine Premiere. Mit einer Abtaststreifenbreite von 290 km und dank einer hohen Überflugrate wird der Satellit Veränderungen von Landoberflächen auf unserem Planeten mit bisher einzigartiger Genauigkeit und Präzision erfassen. Die Daten dieser neuen Mission werden effizientere Verfahren für die Landwirtschaft, die Überwachung der globalen Waldgebiete, die Erfassung von Umweltverschmutzungen in Seen und Küstengewässern, die Kartenerstellung für das Katastrophenmanagement und vieles mehr ermöglichen.

Noch wird Sentinel-2A sich einer Reihe von finalen Prüfungsverfahren unterziehen müssen, bevor die Prüfstelle für Qualitätssicherung und Abnahme die Genehmigung für seine für den 19. April geplante Verschiffung zum europäischen Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana, erteilt. Der Weltraumstart ist für den 12. Juni geplant.

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
flugrevue.de/Matthias Gründer


Weitere interessante Inhalte
Deutscher ESA-Astronaut Alexander Gerst träumt von Flug zum Mond

25.11.2016 - Seit einem halben Jahr trainiert der ESA-Astronaut für seinen zweiten Flug zur ISS 2018. Und er denkt schon weiter. … weiter

75. Starterfolg in Serie Ariane 5 ES bringt vier Galileo-Satelliten ins All

17.11.2016 - Erstmals beförderte eine Ariane 5 vier Galileo-Satelliten gleichzeitig in den Orbit. Damit besteht die Konstellation des europäischen Satellitennavigationssystems nun aus 18 Satelliten. … weiter

Asteroid Impact Mission der ESA Nächste Phase der Asteroidenabwehr-Mission

09.11.2016 - Lassen sich Asteroiden, die auf Kollisionskurs mit der Erde sind, ablenken? Diese Frage soll die Asteroid Impact Mission beantworten. Die endgültige Entscheidung über die Umsetzung steht zwar noch … weiter

Europäisch-russische Marsmission ExoMars Schiaparelli ist abgestürzt

24.10.2016 - Das Landemodul der ExoMars-Mission ist offenbar mit hoher Geschwindigkeit auf der Marsoberfläche aufgetroffen. Darauf deuten Fotos des amerikanischen Mars Reconaissance Orbiter hin. … weiter

Europäisch-russische ExoMars-Mission Was ist mit Schiaparelli passiert?

20.10.2016 - Bei der Mars-Landung des Landemoduls Schiaparelli der ExoMars-Mission hat es Probleme gegeben. Noch ist unklar, ob der Lander heil auf der Oberfläche des Roten Planeten angekommen ist. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 12/2016

FLUG REVUE
12/2016
07.11.2016

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Neue Junkers F 13 fliegt
- Dreiteilung airberlin
- Flughafen Lyon
- Erprobung Pilatus PC-24
- Wonsan Air Festival
- Brennstoffzellen im Alltagstest
- Extra Raumfahrt

aerokurier iPad-App