02.04.2015
FLUG REVUE

DLR beauftragt Fraunhofer FHRWeltraumradar für die Ortung von Trümmern im All

Das Raumfahrtmanagement des DLR hat das Fraunhofer Forschungsinstitut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik (FHR) mit der Entwicklung und dem Bau eines Radars zur Überwachung und Verfolgung von Objekten im erdnahen Weltraum beauftragt.

Weltraumschrott Grafik DLR 2015

Weltraumschrott muss verfolgt werden, um Gefahren für aktive Satelliten zu erkennen (Grafik: DLR).  

 

GESTRA (German Experimental Space Surveillance and Tracking Radar) ist ein experimentelles Weltraumüberwachungsradar, mit dem Bahndaten von Satelliten und Trümmern im niedrigen Erdorbit in einer Höhe zwischen 500 und 1200 Kilometern erfasst werden sollen. Es wird voraussichtlich Ende 2017 die ersten Messungen vornehmen.

"Weil es sich um sicherheitsrelevante Daten handelt, soll das Radar vom gemeinsamen Weltraumlagezentrum von DLR und Luftwaffe in Uedem aus betrieben werden", erläutert Dr. Gerald Braun, Leiter der Abteilung Weltraumlage im DLR Raumfahrtmanagement. GESTRA soll auch im Verbund mit anderen Großanlagen wie dem Weltraumbeobachtungsradar TIRA oder dem Radioteleskop Effelsberg betrieben werden, um die Expertise im sogenannten bi- und multistatischen Radarbetrieb zu erweitern.

Die Daten von GESTRA sollen Forschungseinrichtungen in Deutschland zur Verfügung gestellt werden und bilden die Grundlage für die künftige Entwicklung in der operationellen Weltraumüberwachung. "GESTRA ist damit auch ein wesentlicher Schritt zur Umsetzung der Raumfahrtstrategie des Bundes, die dem Aufbau eigener Kapazitäten zur kontinuierlichen Erfassung der Weltraumlage einen herausragenden Stellenwert auch im internationalen Kontext einräumt", betonte Dr. Gerd Gruppe, Vorstand des DLR Raumfahrtmanagements, beim Start des Projekts am 1. April 2015. "Die Fähigkeit, Weltraumobjekte kontinuierlich zu beobachten, um Kollisionen von Satelliten mit anderen Objekten zu verhindern, wird damit in Deutschland systematisch auf- und ausgebaut.




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