24.06.2014
FLUG REVUE

Die Erde im VisierErdbeobachtungssatellit SPOT7 wird für den Start vorbereitet

In den nächsten Tagen wird SPOT 7 im Satish Dhawan Space Centre im indischen Sriharikota in eine PSLV-Trägerrakete integriert, die ihn auf seine Umlaufbahn bringen soll. Der Satellit ist auf eine Betriebsdauer von zehn Jahren ausgelegt.

SPOT 7

SPOT 7 wird hochauflösende Bilddaten zur Erde schicken. © ADaS  

 

SPOT 7 wird gemeinsam mit seinem Zwillingssatelliten SPOT 6 hochauflösende Bilddaten und gesteigerte Serviceleistungen gewährleisten. Das Satellitensystem wurde in einer Rekordzeit von nur dreieinhalb Jahren realisiert. Dafür hat Airbus Defence and Space (ADaS) seine Technologien zur Steigerung der Qualität sowie zur Senkung von Projektlaufzeiten und -risiken nutzen können. Zudem konnte die Leistung von Boden- und Raumsegment im Vergleich zu früheren SPOT-Missionen verbessert werden, insbesondere im Hinblick auf die Aufnahmekapazität und das Reaktionsvermögen – von der Satellitenprogrammierung bis hin zur Bereitstellung der Bilddaten für die Nutzer.

SPOT 6 und SPOT 7 sind „beweglich“ und in der Lage, im Radius von 1.500 km jeden beliebigen Punkt der Erde anzuvisieren. Bei einer Wiederholrate von einem Tag decken beide die Instrumente an Bord beider Flugkörper täglich insgesamt 6 Millionen km² ab. SPOT 7, der auf der von ADaS entwickelten Astrobus-Plattform basiert, ist viermal leichter als sein Vorgänger (720 kg gegenüber drei Tonnen bei SPOT 5) und ungleich leistungsstärker. Die Astrobus-Plattform vereint schnelle Bildübertragung mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Plattform wird für so unterschiedliche Missionen genutzt wie Bilderfassung (Pléiades, SPOT 6 und 7, Ingenio u. a.), Umweltbeobachtung sowie Meteorologie (Sentinel-2 and Sentinel-5P).

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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