12.05.2011
FLUG REVUE

Erster Blickkontakt mit Vesta

Zum ersten Mal hat die NASA-Raumsonde Dawn mit ihrer Kamera den Asteroiden Vesta aufgenommen. Noch ist das erste Ziel der Sonde fast 975.000 Kilometer entfernt und somit nur ein weißer großer Punkt, doch im August soll die Kamera dann aus einer Umlaufbahn in 2700 Kilometern Höhe auf den Asteroiden blicken.

2,6 Milliarden Kilometer oder - anders gesagt - mehr als 43 Monate dauerte es, bis Dawn in Sichtweite des unregelmäßig geformten Asteroiden anlangte. Die Aufnahme vom 3. Mai 2011 aus 1,21 Millionen Kilometern Entfernung zeigt den 530 km durchmessenden Asteroiden als weißen Punkt, umgeben von einigen Sternen. Die Annäherung und das Einschwenken in die Umlaufbahn um Vesta können von nun an mit Hilfe der sogenannten "Framing Camera" erfolgen.

Deren Aufnahmen werden in den nächsten drei Monaten dazu dienen, die Flugbahn der Sonde genau zu bestimmen und damit die Steuerung erheblich zu verbessern. Am 16. Juli 2011, so die Berechnungen, wird Vestas Anziehungskraft dann das Raumfahrzeug in seine Umlaufbahn ziehen, so dass die Sonde etwa ein Jahr lang in einer Umlaufbahn um den Asteroiden kreisen kann.

Die Mission Dawn wird vom Jet Propulsion Laboratory der amerikanischen Weltraumbehörde NASA geleitet. Das JPL ist eine Abteilung des California Institute of Technology in Pasadena. Die University of California in Los Angeles ist für den wissenschaftlichen Teil der Mission verantwortlich. Das Kamerasystem an Bord der Raumsonde wurde unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau in Zusammenarbeit mit dem Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Berlin und dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze in Braunschweig entwickelt und gebaut. Das Kamera-Projekt wird finanziell von der Max-Planck-Gesellschaft, dem DLR und NASA/JPL unterstützt.

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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