23.01.2014
FLUG REVUE

StabilitätsdummyErstes Servicemodul für Orion ist komplett

Zwei von drei Hauptbestandteilen des neuen US-Raumflugsystems Orion, das in diesem Herbst erstmals gestartet werden soll, sind fertiggestellt. Neben dem Rettungssystem LAS (Launch Abort System) steht nun auch das Servicemodul (SM) für den Start bereit.

orion sm

Vorbereitung der Installation der schützenden Verkleidung, der sogenannten „Fairings“. © NASA  

 

Allerdings handelt es sich bei dem Bauteil eigentlich nur um einen Dummy für den ersten Testflug, denn die meisten der Systeme, die später für bemannte Missionen erforderlich sind, wurden hier noch gar nicht installiert. Genau genommen ist das nur eine Struktur zur Verbindung der Rakete mit der Raumkapsel und dem auf deren Spitze sitzenden LAS. Das „echte“ Servicemodul soll später einmal Triebwerke für Hauptantrieb und Lageregelung, das Lebenserhaltungssystem und viele weitere Systeme beherbergen, welche für eine bemannte Mission erforderlich sind. Laut Vertrag zwischen der NASA und der ESA wird dieses Modul künftig aus Europa zugeliefert, denn es basiert auf dem europäischen Raumtransporter ATV.

Weil die Kapsel mit dem Rettungssystem knapp 17 Tonnen wiegt, muss diese Last beim Start und Aufstieg gleichmäßig auf die Struktur verteilt werden. Dazu wird das SM mit drei stabilen Schalen (Fairings) umhüllt, die einerseits das Modul vor Hitze Wind und Schallwellen schützen, andererseits aber stabil genug sind, um die Lasten aufzunehmen. Diese sind in großen Höhen viel geringer, zumal nach Absprengung des LAS, so dass auch die Fairings abgeworfen werden können und das SM die Masse der Kapselselbst tragen kann. Ob die Schalen wirklich steif genug sind, werden umfangreiche Tests in den nächsten beiden Wochen ergeben.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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