14.05.2009
FLUG REVUE

esa startet Herschel und Planck Teleskopesa startet Weltraumteleskope Herschel und Planck

Die europäische Weltraumorganisation hat am Donnerstag die Teleskop-Satelliten Herschel und Planck gestartet. Sie wurden mit einer Ariane-5-ECA-Trägerrakete ins All gebracht.

Um genau 15.12 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit hob die Ariane 5 ECA vom französischen Weltraumbahnhof Kourou in Südamerika ab. Es handelt sich dabei um den zweiten von insgesamt sieben geplanten Ariane-5-Starts in diesem Jahr. Die Nutzlast besteht aus den beiden Teleskop-Satelliten Herschel und Planck, die helfen sollen die Ursprünge des Universums zu erforschen. Planck dient dabei nach Angaben des DLR insbesondere der Erforschung der kosmischen Hintergrundstrahlung und der Geschichte des Weltalls. Herschel arbeitet im Infrarotbereich. "Der Wellenlängenbereich von Herschel schließt die Lücke zwischen dem Bereich, der vom Boden aus zugänglich ist und dem, der von bisherigen Weltraummissionen abgedeckt wurde", erklärte das DLR. Herschel ist 7,5 Meter hoch und vier Meter breit. Der Hauptspiegel hat einen Durchmesser von 3,5 Meter. Seine Oberfläche besteht aus Silikonkarbid und ist extrem glatt.

Die beiden Satelliten werden für ihre Missionen extrem heruntergekühlt: Die Detektoren von Herschel werden auf 0,3 Grad über dem absoluten Nullpunkt gekühlt, während Plancks Detektoren 0,1 Grad über dem absoluten Nullpunkt erreichen. So wird sich während der Mission der kälteste Punkt des Universums innerhalb der Planck-Raumsonde befinden, berichtet die ESA.

Deutsche Firmen und Institutionen sind an der Mission zu einem großen Teil beteiligt. So stammen beispielsweise zehn Prozent der Hardware der Trägerrakete von MT Aerospace aus Augsburg. Auch die Treibstofftanks der beiden Satelliten kommen von MT Aerospace.

Die Lebensdauer der Satelliten wird auf drei Jahre geschätzt. Danach sind die Treibstoffvorräte der beiden Teleskope erschöpft.

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HS


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