03.12.2013
FLUG REVUE

Hilfe bei der KommunikationESA unterstützt Mission der chinesischen Mondsonde Chang´e-3

Kurz nachdem Chinas Sonde Chang'e-3 die Erde verlassen hat, um auf dem Mond zu landen, hat sich das Bodenstationsnetzwerk der ESA an die Arbeit gemacht, unverzichtbare Unterstützung für den fünftägigen Flug zum Mond zu liefern.

jadekaninchen

Der Mondrover trägt den poetischen Namen „Jadekaninchen“. © ESA  

 

Die Mission Chang'e-3, benannt nach der Mondgöttin Chang’e aus der chinesischen Mythologie, ist am 1. Dezember um 18:30 Uhr MEZ vom Weltraumbahnhof Xichang LC-2 in der chinesischen Provinz Sichuan gestartet. Die Raumsonde wird eine stationäre Basis und einen sechsrädrigen Rover auf der Mondoberfläche positionieren. Die Landung an der Regenbogenbucht (Sinus Iridum) ist für den 14. Dezember geplant und wird die erste weiche Mondlandung seit der russischen Mission „Luna 24“ im Jahr 1976 sein.

Unmittelbar nach dem Start hatte die 15-Meter-Antenne der ESA-Bodenstation in Kourou, Französisch-Guayana, mit der Unterstützung der Telekommunikation begonnen. Sie hat Signale der Mission empfangen und als Schnittstelle zur chinesischen Kontrollstation fungiert. Dieser Funkkontakt wird täglich stattfinden und über den kompletten Flug zum Mond andauern. Während des Anflugs und nach der Landung werden die ESA-Weltraumstationen eingesetzt, um akkurate Positionsbestimmungen zu liefern. Alle Aktivitäten werden von der Steuerungszentrale des ESA-Bodenstationsnetzes ESTRACK im Europäischen Satellitenkontrollzentrum ESOC in Darmstadt aus kontrolliert.

In Abstimmung mit chinesischen Funkstationen wird das Zentrum in Kourou die Mission beim Eintritt in die Mondumlaufbahn am 6. Dezember bis zum Anflug der Sonde auf die Mondoberfläche, der um die Mittagszeit am 14. Dezember erwartet wird, unterstützen. Die Mondlandung und die Roveroperationen auf der Oberfläche werden über die chinesischen Stationen Kashi und Jiamusi kontrolliert. Die Stationen in New Norcia und Cebreros werden die Chang’e-3-Radiosignale während der Landung aufzeichnen. Diese Aufzeichnungen werden der chinesischen Raumfahrtbehörde helfen, die Flugbahn für zukünftige Anwendungen zu rekonstruieren. Während der Unterstützungsaktivitäten wird ein chinesisches Ingenieur-Team in Darmstadt stationiert sein.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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