12.10.2016
FLUG REVUE

Absichtserklärung unterzeichnetEuropäische Nutzung des Dream Chaser wird geprüft

Kann der wiederverwendbare Raumgleiter Dream Chaser auch den Europäern einen günstigen Zugang zum niedrigen Erdorbit bieten? Das soll nun bewertet werden.

fr 05-2016 Auftrieb Dream Chaser-teaserbild

Die Frachtversion des Dream Chaser verfügt über ein Cargomodul, das beim Wiedereintritt verglüht. Grafik und Copyright: Sierra Nevada Corporation  

 

Das private US-Unternehmen Sierra Nevada Corporation (SNC), das den Dream Chaser entwickelt und herstellt, die europäische Raumfahrtagentur ESA sowie die Unternehmen Telespazio und OHB haben eine Absichtserklärung unterzeichnet und damit die Pilotphase des Programms "Dream Chaser für die europäische Nutzung" (DC4EU) gestartet. Das teilten SNC und OHB am Dienstag mit.

Demnach sollen nun die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Programms bewertet werden. Dazu gehört auch die Erstellung eines Geschäftsplans mit Hervorhebung der Rentabilität der Partnerschaft sowohl für private als auch öffentliche Akteure. DC4EU biete durch den Einsatz einer kompletten End-to-End-Einsatzfähigkeit des Mini-Shuttles den günstigsten europäischen Zugang zum niedrigen Erdorbit, heißt es in einer Pressemitteilung von OHB.

Der noch in der Entwicklung befindliche Dream Chaser soll überall auf der Welt auf üblichen Landebahnen landen können und ist wiederverwendbar. Damit biete er eine sichere, kostengünstige, flexible und zuverlässige Transportmöglichkeit in den Weltraum, so Mark Sirangelo, stellvertrender Vorsitzender der Raumfahrtsparte bei SNC. "Das ist genau das, was unser Industrieteam Europa während der ISS-Übergangsphase anbietet."

SNC hatte im Januar 2016 von der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA einen Auftrag über sechs unbemannte Versorgungsflüge zur Internationalen Raumstation erhalten. Die ESA arbeitet bereits seit 2014 mit SNC zusammen, als der Dream Chaser noch für bemannte Missionen geplant war.

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Ulrike Ebner


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