11.11.2015
FLUG REVUE

NASA-Raumkapsel OrionEuropäisches Modul wird in den USA getestet

Das Europäische Service-Modul (ESM) für das NASA-Raumschiff Orion ist in den USA eingetroffen. Im NASA Glenn Research Center soll es Vibrationstests durchlaufen.

ESM Strukturtestmodell für Orion

So sieht der Antrieb des ESM-Strukturtestmodells aus. Foto und Copyright: Airbus Defence and Space SAS 2015  

 

Wenn die neue NASA-Raumkapsel Orion 2018 zum zweiten unbemannten Testflug abhebt, wird mit dem ESM auch eine wichtige Komponente aus Europa dabei sein. Am Montag ist eine Testversion des für Antrieb, Energieversorgung, Thermalkontrolle und weitere Elemente des Lebenserhaltungssystems zuständigen Moduls in den USA eingetroffen. In der Plum Brook Station des NASA Glenn Research Center in Sandusky, Ohio wird es in den kommenden Monaten Vibrationstests unterzogen. Sie sollen zeigen, ob Struktur und Komponenten den extremen Belastungen beim Start standhalten.

Das Design des ESM basiert auf dem europäischen Raumtransporter ATV (Atomated Transfer Vehicle), der im Februar seine letzte Mission zur Internationalen Raumstation ISS bestritten hat. Airbus Defence and Space wurde im November 2014 von der ESA mit der Entwicklung und dem Bau des Service-Moduls beauftragt. Das Testmodul, das nun in den USA ist, wurde von Thales Alenia Space in Turin gebaut und durchlief dort erste Untersuchungen. Es ist eine exakte Kopie des ESM, nur ohne Funktionalität.

Das ESM hat einen Durchmesser von gut fünf Metern bei einer Höhe von vier Metern und wiegt 13,5 Tonnen. Es besitzt einen Hauptantrieb und 32 kleinere Schubdüsen und ist nur einmal verwendbar, da es vor dem Eintritt der Orion-Kapsel in die Erdatmosphäre abgetrennt wird.

Orion soll Astronauten tiefer ins Weltall bringen als jemals, Ziel ist unter anderem der Mars. Den ersten unbemannten Testflug absolvierte Orion am 5. Dezember 2014.



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